Washington.  Apple-Chef Tim Cook trat Mittwoch Abend im US-Fernsehen auf und nahm zu dem Rechtsstreit zwischen dem IT-Konzern und dem FBI Stellung. Das US-Behörde verlangt von Apple einen Zugang zu insgesamt 15 Endgeräten, die von Terroristen beziehungsweise Terrorverdächtigen benutzt wurden, Apple lehnt dies aber vehement ab. Zahlreiche IT-Konzerne, darunter etwa Google stellten sich auf die Seite von Apple, der Microsoft-Gründer Bill Gates hingegen war auf Seiten des FBI.

In einem Interview mit dem Sender ABC News meinte Apple-CEO Tim Cook, dass eine Entschlüsselung des iPhones und damit das Nachkommen der FBI-Forderung "sehr schlecht für Amerika" sei und so einen Präzendenzfall schaffen würde, der den US-Behörden Tür und Tor für mehr Überwachung liefern würde. 

Von harten Dingen und von richigen

"Manche Dinge sind hart und manche Dinge sind richtig und manchmal sind sie beides - das ist eines dieser Dinge", so Cook. Der Apple-CEO forderte einen stärkeren Dialog mit der US-Regierung ein, der aber leider nicht stattgefunden hat. "Wir haben aus der Presse von dem Verfahren erfahren, und das ist aus unserer Sicht nicht der richtige Weg, den man dabei beschreiten sollte, bei einem so wichtigen Fall, der das ganze Land betrifft."

Apple kündigte an, dass man den Fall vor Gericht bringen und die Forderung bekämpfen werde. Bis Freitag hat das Unternehmen noch Zeit auf die FBI-Anordnung zu reagieren.