Ein Ausschnitt aus einem dänischen VR-Film namens "Doghouse". - © Foto: re:publica/Jan Michalko CC BY 2.0
Ein Ausschnitt aus einem dänischen VR-Film namens "Doghouse". - © Foto: re:publica/Jan Michalko CC BY 2.0

Berlin. Bereits zum 10. Mal öffnete die Konferenz re:publica in Berlin ihre Pforten. Die Konferenz soll in ihrer Vielfältigkeit ein Spiegelbild der digitalen Gesellschaft darstellen: In knapp 400 Stunden Programm besprechen rund 770 Sprecherinnen und Sprecher aus 60 Ländern auf 17 Bühnen Inhalte aus verschiedensten Themen-Bereichen.

Von Hate Speech, Netzpolitik, Immersive Arts, über neue Wege der Gesundheit (re:health), Virtual Reality, dem Global Innovation Gathering, bis hin zu FinTech, dem Musicday und vielen mehr – das Programm bietet eine breite Auswahl und ist sowohl für Netzexpertinnen als auch Einsteiger spannend. Diese Vielfalt zeigt sich auch in der Diversität der Teilnehmenden: Während des Events treffen Blogger auf Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen auf Hacker, Managerinnen auf Aktivisten und Künstlerinnen.


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Gemeinsam eröffnete das Gründungsteam bestehend aus Andreas Gebhard, Tanja Häusler, Markus Beckedahl und Johnny Häusler die diesjährige Jubiliäumskonferenz.

Überwachung, Netzpolitik und Trends

"Seit zehn re:publicas feiern wir das offene Internet, doch das verschließt sich gerade. Unsere Kommunikation wird zunehmend überwacht. Und wir machen uns immer mehr abhängig von immer weniger Plattformen, die uns ihre Regeln vorschreiben. Auf der re:publica werden Strategien diskutiert, wie wir das Netz offen halten können. Denn eine offene Gesellschaft braucht ein offenes Netz", fordert Markus Beckedahl, Chefredakteur des Blogs netzpolitik.org.

Auch Tanja Häulser von Spreeblick findet klare Worte: "Die re:publica ist gemeinsam mit der digitalen Gesellschaft gewachsen und hat sich thematisch entsprechend erweitert. In ihrer Gesamtheit können und wollen wir sie dennoch nicht abbilden: Kleingeistigkeit und Intoleranz gönnen wir in unseren knapp 400 Stunden Programm nicht eine Minute Zeit."

Selbstreflexion

Mit der zehnten Ausgabe möchte die re:publica 2016 mit dem Titel TEN ist NET Selbstreflexion üben, aber auch nach vorne schauen: Wie hat sich das Netz und die digitale Gesellschaft in den letzten zehn Jahren entwickelt? Was können wir daraus lernen? Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Und was können – oder müssen – wir alle verändern, um ein freies und offenes Netz zu erhalten?

Zu den Hauptrednerinnen und -rednern dieses Jahr gehören u.a.: Richard Sennett (Soziologe), Carolin Emcke (Publizistin), Thomas Fischer (Bundesrichter), Saskia Sassen (Wirtschaftswissenschaftlerin und Soziologin), Kate Stone ("Creative Scientist"), Sascha Lobo (Blogger und Journalist), Mark Surman (CEO von Mozilla), Kate Crawford (Wissenschaftlerin) sowie Aric Toler (Datenjournalist).