Es sei aber wichtig, die Frage zu stellen, was mit den Daten passiert. "Das ist ein Thema, wo etwas weiter gebracht werden soll. Es interessiert mich, aber es soll nicht mein Lebensinhalt werden."

Schrems freute sich allerdings bereits auf die nächsten Termine in Irland. "Die US-Regierung beteiligt sich nun an dem Verfahren. Wir hatten bis jetzt keine Akteneinsicht, also wussten wir nicht, wie die andere Seite argumentiert." Bisher hätten die USA der EU-Kommission gegenüber gesagt, dass es keine Massenüberwachung gebe und alles ein großes Missverständnis sei. "Nun haben wir eine Möglichkeit, endlich solide Antworten in einem öffentlichen Verfahren zu bekommen. Ich freue mich schon, all die unangenehmen Fragen zur US-Massenüberwachung zu stellen." Der Vertreter der USA werde in Irland unter Wahrheitspflicht stehen und müsste bei Falschaussagen persönliche Konsequenzen tragen. "Wir hoffen, dass wir dadurch Einblick in die Argumentation der USA bekommen."