Innsbruck. Die Umbenennung einer Facebook-Seite sorgte für Aufregung in den sozialen Netzwerken. User bemängelten, dass aus der Seite "Das Alte Innsbruck", auf der historische Fotos gepostet worden waren, plötzlich eine Fan-Seite für FPÖ-Hofburgkandidat Norbert Hofer geworden war. "Das Alte Innsbruck" hatte rund 12.000 Fans gesammelt. Die Seite ist seit Dienstag zu Mittag nicht mehr erreichbar, inzwischen ist sie unter dem Namen "Das neue alte Innsbruck" wieder online - offenbar mit neuem Administrator.

Der Administrator der ursprünglichen Seite hat zuvor noch einen Eintrag veröffentlicht, demnach "die Neugestaltung dieser Seite alleine dem Administrator zu überlassen" sei. Außerdem brauche es eine Veränderung, "das alte schöne Innsbruck gibt es schon lange nicht mehr", soll er geschrieben haben.


Links
Neugründung der Facebook-Seite "Das alte Innsbruck"
wienerzeitung.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

FPÖ: "Nicht die feine Art"

Die Tiroler FPÖ zeigte sich erstaunt. Parteichef Markus Abwerzger beteuerte gegenüber der "Tiroler Tageszeitung", mit der Seite nichts zu tun zu haben. Diese Vorgangsweise sei nicht die feine Art, tönt es aus FPÖ-Kreisen.

Innsbrucks Stadtrat Franz X. Gruber (ÖVP) forderte in einer Aussendung den sofortigen Stopp der "politischen Vereinnahmung der Facebook-Fans der Seite 'Das Alte Innsbruck'". Die Umbenennung und vollkommen geänderte Ausrichtung der Seite sei nicht nur ein eklatanter Verstoß gegen die Facebook-Richtlinien, sondern auch ein absoluter Vertrauensbruch gegenüber den dort angemeldeten Fans. "Auch das Bild der Tiroler Landeshauptstadt nach außen wird durch diesen Missbrauch geschädigt, denn dem unwissenden User wird signalisiert, dass über 10.000 Facebook-User aus Innsbruck den rechtspopulistischen Hofer unterstützen", so Gruber.