St. Pölten. Nach dem Hackerangriff auf die Webseite eines St. Pöltner Gymnasiums hat Paul Tavolato, Studiengangsleiter Information Security an der Fachhochschule (FH) St. Pölten, in einer Aussendung betont: "Vollständige Sicherheit zur Abwehr von Angriffen kann in der Praxis nicht garantiert werden." Studierende der FH hatten die Homepage vor zwei Jahren entwickelt.

"Hackerangriffe mit kriminellem Hintergrund laufen oft auch vollautomatisch über sogenannte Web-Crawler", erklärte Tavolato. Es handle sich um "ein kriminelles Geschäft, dessen finanzielle Ausmaße auf jenes der Drogenkriminalität geschätzt werden". Auf der Schul-Homepage war zwei Stunden lang eine asiatische Pornoseite zu sehen, bevor das Gymnasium die Seite offline stellte.

Die Internetseite "wurde im Wintersemester 2014/15 von Studierenden im Bachelor-Studiengang Medientechnik der FH St. Pölten im Rahmen einer Lehrveranstaltung erstellt" und sei am Ende des Semesters an die Schule übergeben worden, teilte die FH-Geschäftsführung am Donnerstag mit. Neben der Website des Gymnasiums seien am Wochenende mehrere Internetseiten eines niederösterreichischen Providers Ziel von Hackerangriffen geworden.