WWW. Eine schnelle Internetverbindung ist der Lebensnerv der digitalen Welt. Wenn das "Internet" streikt, bringt dies massive Probleme mit sich. Nicht nur im privaten, sondern gerade und auch im wirtschaftlichen Leben ist eine Breitband-Internetverbindung mittlerweile ein zentraler Baustein.

Immer neue Anwendungen und Innovationen treiben den Datenverbrauch in ungeahnte Höhen. Video-Downloads, Streaming-Dienste und auch das Internet der Dinge - also die "Kommunikation von Maschinen über das Internet-Protokoll - verlangen nach immer schnelleren Netzen.

Europa will wieder vorne mitmischen

In den letzten Jahren hat sich Europa - mit Ausnahme der skandinavischen Vorzeigeländer und Estland - siehe Grafik, in Punkto Internetgeschwindigkeit von anderen Ländern doch deutlich abhängen lassen. Südkorea, die USA und Japan geben hier unter anderem die Richtwerte vor.

Breitband-Internet – Neue Datenbank beschleunigt Ausbau

Die neue Infrastrukturdatenbank der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) beschleunigt und verbilligt den Breitbandausbau. In der "Zentralen Informationsstelle für Infrastrukturdaten" (ZIS) sind alle vorhandenen und für Telekommunikationszwecke nutzbaren Infrastrukturen sowie geplante Bauprojekte erfasst. Telekom-Netzbetreiber können die Daten seit Jahresbeginn nutzen, um Planungen und Bauarbeiten abzustimmen.

"Mit der Breitbandmilliarde bringen wir schnelles Internet ins ganze Land. Durch die Datenbank können wir den Ausbau jetzt noch besser koordinieren: Netzbetreiber können abfragen, ob bereits ähnliche Bauvorhaben geplant sind. So vermeiden wir zum Beispiel, dass in derselben Gemeinde doppelt gegraben wird. Damit machen wir den Breitbandausbau effizienter, schneller und kostengünstiger", so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

Johannes Gungl, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, kommentiert den Start des Abfrageportals mit den Worten: "Unsere Infrastrukturdatenbank zielt darauf ab, den Breitbandausbau in Österreich zu beschleunigen und vor allem auch zu vergünstigen. Es können geeignete Infrastrukturen gemeinsam genutzt und unnötiger Aufwand vermieden werden. Ähnliche Verzeichnisse sind auch in anderen EU-Mitgliedstaaten bereits erfolgreich im Einsatz. Die Infrastrukturdatenbank ist ein wesentlicher Baustein in einem Gesamtpaket an Maßnahmen, mit dem der Breitbandausbau vorangetrieben wird, neben der Breitbandförderung und den Versorgungsauflagen aus den Frequenzversteigerungen."