Integration wird Österreich weiter beschäftigen

Die Integration von Flüchtlingen wird Österreich laut OECD in den nächsten Jahren auch noch stark beschäftigen. Österreich habe zuletzt die dritthöchste Anzahl von Flüchtlingen pro Einwohner unter den OECD-Ländern gehabt und ein relativ hoher Anteil von Asylwerbern dürfe im Land bleiben, heißt es im OECD-Bericht. Migration sei nicht ein neues Phänomen hierzulande, nachdem jeder vierte Bewohner einen Migrationshintergrund habe. Für die OECD-Experten bringt die Zusammensetzung der neuen Flüchtlinge in Österreich aber "spezielle Herausforderungen".

Die meisten Flüchtlinge würden aus Syrien und Afghanistan (jeweils 30 Prozent) und dem Irak (15 Prozent) stammen, mit Erwerbsverläufen und Qualifikationen aus unterschiedlichen Arbeitsmarktverhältnissen. "Dies macht die Arbeitsmarktintegration herausfordernder als in den meisten, früheren Immigranten-Kohorten und verlangt eine effektive Integrationsstrategie", schreiben die Studienautoren. Rund 18.000 Kinder und Jugendliche mit einem Flüchtlingsstatus gehen laut OECD in österreichische Schulen. Erfahrungen aus anderen Ländern würden zeigen, dass eine schnellere Anerkennung von ausländischen Qualifikationen, Sprachkurse und Erwachsenenbildung, Mentoringprogramme und ein früher Arbeitsmarkteintritt bei der Integration helfe.