Wr. Neustadt/Eisenstadt. Die Causa KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft m.b.H.) rund um die Entlassung des früheren Geschäftsführers Rene Schnedl ist um einen Nebenschauplatz reicher. Im Auftrag Schnedls wurde am Montag beim Landesgericht Wiener Neustadt eine Datenschutz-Klage gegen die KRAGES eingebracht. Das bestätigte Yalcin Duran, der Schnedl bei der Klage vertritt, am Dienstag auf APA-Anfrage.

Gegenstand der Klage ist, dass sich herausgestellt habe, dass die KRAGES auf dem ehemaligen Laptop Schnedls private und vor allem auch höchst sensible Daten rekonstruiert und im Arbeitsrechtsverfahren vorgelegt habe, erläuterte Duran. Diesbezüglich werde auf Unterlassung plus Beseitigung des widerrechtlichen Zustandes plus Schadenersatz geklagt, verbunden mit der Beantragung einer einstweiligen Verfügung. Es geht dabei etwa um Daten aus dem Steuerakt des ehemaligen KRAGES-Chefs.

Diese datenschutzrechtliche Angelegenheit werde, da es sich um einen privaten Rechtsträger handle, vor einem Zivilgericht geltend gemacht. Den Laptop habe die KRAGES Schnedl zur Verfügung gestellt. Der damalige KRAGES-Geschäftsführer habe diesen auch privat benützen dürfen.

Bezüglich des beantragten Schadenersatzes - im Hinblick auf die Verletzung der Privatsphäre und damit verbundene seelische Belastungen - geht Duran davon aus, dass ein Sachverständiger bestellt wird. Zunächst müsse die Klage zugestellt werden. Die einstweilige Verfügung sollte dann rasch behandelt werden - er rechne mit einer Entscheidung in den kommenden Tagen oder Wochen. Die restliche Verfahrensdauer sei noch nicht prognostizierbar.