Stockholm. Die diesjährige Physik-Nobelpreisträgerin Donna Strickland ist erst die dritte Frau, die die Auszeichnung im Bereich Physik erhält. Sie wurde gemeinsam mit dem US-Wissenschafter Arthur Ashkin und dem Franzosen Gerard Mourou geehrt. "Wir müssen weibliche Physikerinnen feiern, denn es gibt sie da draußen", sagte Strickland im Telefonat mit der königlich-schwedischen Akademie.

Vor Strickland haben nur die Französin Marie Curie (1903) und die Deutsche Maria Goeppert-Mayer (1963) den Physik-Nobelpreis erhalten. Vergeben wird die Auszeichnung seit 1901. Beide hatten sich den Preis wie Strickland mit je zwei Männern geteilt: Curie mit ihrem Gatten Pierre Curie und ihrem Landsmann Henri Becquerel, Goeppert-Mayer mit dem Deutschen Johannes Hans Daniel Jensen und dem Ungarn Eugene Paul Wigner.

"Ich fühle mich geehrt, eine dieser Frauen zu sein", sagte Strickland. Nach dem Anruf am Morgen sei ihr erster Gedanke gewesen: "Das ist verrückt." Sie habe sich gefragt, ob es überhaupt wahr sei.