1990: Elias James Corey Jr. (USA)

1991: Richard R. Ernst (Schweiz)

1992: Rudolph Arthur Marcus (USA)

1993: Kary Mullis (USA) und Michael Smith (Kanada)

1994: George A. Olah (USA)

1995: Paul J. Crutzen (Niederlande), Mario J. Molina (USA) und Frank Sherwood Rowland(USA)

1996: Robert F. Curl (USA), Harold Kroto (Großbritannien) und Richard E. Smalley (USA)

1997: Paul D. Boyer (USA), John E. Walker (Großbritannien) und Jens C. Skou (Dänemark) für Studien zu Reaktionen von Enzymen

1998: Walter Kohn (Österreich/USA) und John E. Pople (Großbritannien) für bahnbrechende Leistungen, die es ermöglichten, seit Jahrzehnten bestehendes Wissen über chemische Reaktionen auch praktisch zu nutzen.

1999: Ahmedd Zewail (USA) für die Sichtbarmachung der Bewegung von Atomen während einer chemischen Reaktion mit Hilfe ultraschneller Laserblitze

2000: Alan Heeger (USA), Alan MacDiarmid (USA) und Hideki Shirakawa (Japan) für die Entdeckung und Entwicklung von leitenden Polymeren

2001:
-
William S. Knowles (USA) und Ryoji Noyori (Japan) für die Entwicklung der katalytischen asymmetrischen Synthese
- K. Barry Sharpless (USA) für Arbeiten über chiral katalysierende Oxidationsreaktionen

2002:
-
John B. Fenn (USA) und Koichi Tanaka (Japan) für die Entwicklung von weichen Desorption/Ionisation-Methoden zur massenspektrometrischen Analyse von biologischen Makromolekülen
- Kurt Wüthrich (Schweiz) für die Entwicklung der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie zur Bestimmung der dreidimensionalen Struktur von biologischen Makromolekülen in Lösung

2003:
-
Peter Agre (USA) für Entdeckungen bezüglich der Kanäle in Zellmembranen
- Roderick MacKinnon (USA) für strukturelle und mechanistische Studien an Ionenkanälen

2004: Aaron Ciechanover (Israel), Avram Hershko (Israel) und Irwin Rose (USA) für die Entdeckung des Ubiquitin-Systems, das für den Abbau von Proteinen in Körperzellen verantwortlich ist.

2005: Yves Chauvin (Frankreich), Robert H. Grubbs (USA) und Richard R. Schrock (USA) für die Entwicklung bzw. Verbesserung einer Synthesemethode für organische Verbindungen, der sogenannten Metathese

2006: Roger D. Kronberg (USA) für Studien zur eukaryotischen Transkription, jener Mechanismus, wie in der Zelle der genetische Code in Proteine übersetzt wird.

2007: Gerhard Ertl (Deutschland) für Studien von chemischen Verfahren auf festen Oberflächen

2008: Osamu Shimomura, Martin Chalfie, Roger Y. Tsien (USA) für die Entdeckung und die Nutzbarmachung des grün fluoreszierenden Proteins, GPF

2009: Venkatraman Ramakrishnan (Großbritannien/USA), Thomas A. Steitz (USA), Ada E. Jonath (Israel) für Arbeiten zur Klärung von Struktur und Funktion von Ribosomen, den Protein-Fabriken der Zellen

2010: Richard Heck (USA), Ei-ichi Negishi, Akira Suzuki (beide Japan) für die Entdeckung der Reaktionen, die mit Hilfe von Paladium als Katalysator effiziente Wege ermöglichen, Kohlenstoffatome zu komplexen Molekülen zu verbinden.

2011: Dan Shechtman (Israel), der Quasikristalle entdeckt hatte, die zuvor von vielen Chemikern für unmöglich gehalten wurden.

2012: Robert Lefkowitz und Brian Kobilka aus den USA für die Entdeckung von Rezeptoren, die zahlreiche Signale von außen in die Körperzellen übermitteln.

2013: Martin Karplus (USA), Michael Levitt (USA/Grossbritannien) und Arieh Warshel (USA/Israel) für Methoden, mit denen sich auch komplexe chemische Reaktionen virtuell nachvollziehen lassen.

2014: Der Deutsche Stefan Hell sowie die US-Amerikaner Eric Betzig und William Moerner für die Erfindung superauflösender Mikroskope. Damit kann man in lebende Zellen blicken und Abläufe bei Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson beobachten.

2015: Tomas Lindahl (Schweden), Paul Modrich (USA) und Aziz Sancar (USA/Türkei), die Erbgut-Reparatursets beschrieben hatten. Diese Erkenntnisse dienen unter anderem zur Suche nach Krebsmedikamenten.

2016: Der Franzose Jean-Pierre Sauvage, der gebürtige Brite James Fraser Stoddart und der Niederländer Bernard Feringa. Sie bauten aus nur wenigen Molekülen etwa künstliche Muskeln und ein Mini-Auto.

2017: Der Schweizer Jacques Dubochet, der Deutsch-Amerikaner Joachim Frank und der Brite Richard Henderson für die Kryo-Elektronenmikroskopie. Damit lassen sich Biomoleküle im Detail untersuchen - sie zeigt etwa dreidimensionale Bilder von Proteinen.

2018: Die US-Amerikanerin Frances Arnold, ihr Landsmann George Smith und der Brite Gregory Winter haben Methoden entwickelt, mit denen es möglich ist, etwa Biokraftstoffe, Arzneimittel und therapeutisch wirkende Antikörper umweltfreundlich herzustellen.

2019: Der US-Forscher John Goodenough, der Brite Stanley Whittingham und der Japaner Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien.

2020: Die beiden Biochemikerinnen Emmanuelle Charpentier (Frankreich) und Jennifer Doudna (USA) "für die Entwicklung einer Methode zur Bearbeitung des Genoms", konkret die Genschere CRISPR/Cas9.

2021: Benjamin List (Deutschland) und David MacMillan (Großbritannien) für die Entwicklung eines "asymmetrische Organokatalyse" genannten "genialen" Werkzeugs zum Aufbau von Molekülen