Eines gilt allerdings im Burgenland wie auch in Wien und Oberösterreich. Menschen, die Pflegegeld ab der Pflegestufe 5 beziehen, sind meist Menschen, die eine besonders intensive Betreuung brauchen. Das setzt wiederum voraus, dass ein pflegender Angehöriger auch entsprechende Kenntnisse für die Pflege daheim aufweist und mitbringt.

Rein zahlenmäßig zeigt sich folgendes Bild: Die Gruppe, die von Angehörigen mit Anstellung gepflegt werden kann, ist im Kreis der bundesweit rund 466.000 Empfänger von Pflegegeld deutlich in der Minderheit gegenüber der Gruppe in den Stufen eins bis vier. Die Mehrheit fällt in die beiden niedrigsten Stufen eins und zwei.

Wie viele pflegende Angehörige es in Wien gibt, sei laut dem Fonds Soziales Wien schwierig zu sagen. Dort schätzt man, dass es 143.000 Personen betrifft. Inkludiert sind hier aber auch Fälle, in der es zusätzlich schon eine Heimhilfe gibt. Diese Konstellation würde im Burgenland nicht zusätzlich gefördert werden.