Jimmy Cliff: Give Thankx

Obwohl Jamaikaner, war Jimmy Cliff nie ein typischer Vertreter der Reggae-Musik. Er war nie Teil der Rastafari-Bewegung, war dafür kurzfristig Moslem und sagt heute, er glaube "an die Wissenschaft". Reggae findet sich zwar auch auf diesem Album, aber durchsetzt von sehr starken Soul- und R&B-Einflüssen. Das ergibt eine äußerst angenehme Scheibe, die jeden heißen Sommertag, den man in der Hängematte verbringen kann, noch ein bisschen angenehmer macht. Anspieltipps: "Wanted Man" und "Stand Up And Fight Back".

The Band: The Last Waltz

Das große Abschiedskonzert der wohl amerikanischsten aller Bands wurde von Martin Scorsese gefilmt und zu einem der besten Musikfilme aller Zeiten gemacht. Auch der Soundtrack zählt zu jenen Live-Alben, die in jede halbwegs gut sortierte Plattensammlung gehören.

Noch einmal zeigen sich Robbie Robertson, Rick Danko, Garth Hudson, Richard Manuel und Levon Helm in absoluter Topform und führen nicht nur einige ihrer besten eigenen Stücke auf, sondern beweisen auch als Begleitband für eine Riege von Gaststars wie Eric Clapton, Muddy Waters, Bob Dylan, Joni Mitchell, Neil Young und Van Morrison, dass sie zu den talentiertesten Musikern ihrer Generation gehören.

Captain Beefheart: Shiny Beast (Bat Chain Puller)

Nach einer kurzen Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Kumpel Frank Zappa, die im Streit endete, stellte der exzentrische Künstler aus Kalifornien eine neue "Magic Band" zusammen und spielte dieses für seine Verhältnisse sehr zugängliche Album ein. Zwar kommen Freundinnen und Freunde von Beefhearts einzigartiger Experimentierfreudigkeit auch hier nicht zu kurz, doch Songs wie das fröhliche "Tropical Hot Dog Night" oder das Chanson "Harry Irene" sind beinahe schon radiotauglich.

Neil Young: Comes A Time

Mit diesem Album schloss Young an das von Country und Folk beeinflusste "Harvest" von 1972 an, doch unter den gefälligen Melodien, hübschen Harmoniegesängen und rustikalen Arrangements steckt manch doppelter Boden. So ist der Opener "Goin’ Back" etwa ein enorm trippiger Ausflug in Neils Lieblingsthema, nämlich die Kultur der mesoamerikanischen Ureinwohner, und auf "Motorcycle Mama" gehen früher Grunge und alkoholseliger Country eine wilde Partnerschaft ein.

Weitere wichtige Alben von 1978:

The Clash: Give ’Em Enough Rope; Talking Heads: More Songs About Buildings And Food; The Jam: All Mod Cons; Devo: Are We Not Men? We Are Devo!; Warren Zevon: Excitable Boy; Queen: Jazz; AC/DC: Powerage; Funkadelic: One Nation Under A Groove; Ramones: Road To Ruin; Billy Joel: 52nd Street; Jethro Tull: Heavy Horses; The Who: Who Are You; Kate Bush: Lionheart; The Doors: An American Prayer; Public Image Ltd: First Issue; Peter Gabriel: Peter Gabriel; Genesis: …And Then We Were Three…; Wings: London Town; Black Sabbath: Never Say Die!; Townes Van Zandt: Flyin’ Shoes; Nina Hagen Band: Nina Hagen Band; The Kinks: Misfits; Prince: For You; Van Morrison: Wavelength; Ludwig Hirsch: Dunkelgraue Lieder; Bob Marley & The Wailers: Kaya; Van Halen: Van Halen.