David Günther geht in "Special Purpose Acquisition Companies und die Ineffizienz des Kapitalsystems" unter anderem auf die Entstehung von Spacs ein. - © Verlag De Gruyter
David Günther geht in "Special Purpose Acquisition Companies und die Ineffizienz des Kapitalsystems" unter anderem auf die Entstehung von Spacs ein. - © Verlag De Gruyter

Neuerscheinung zu Spacs. Mit seiner rechtswissenschaftlichen Dissertation (Lüneburg) legt David Günther eine umfassende Analyse zum aktuellen Thema der Spacs vor. Der Verfasser geht auf die Entstehung von Spacs aus BCCs (Blank Check Companies) seit den 1970ern und Regelungen in den USA ein, grenzt Spacs von Private Equity ab und berücksichtigt Erwerb und Börseneinführung der Zielgesellschaft. Er diskutiert nach deutschem Aktienrecht gestaltbare Spacs und die Kapitalaufbringung und -erhaltung im Gesellschaftsrecht. Das Opt-Out-Recht der Anleger, ihre Anteile zurückgezahlt zu bekommen, ist mit festem Nennkapital und Gläubigerschutz im deutschsprachigen Rechtsraum nicht verträglich, aber nach Art. 82 EU-Gesellschaftsrichtlinie gestaltbar. So weist das Aufkommen von Spacs in Europa auch auf fundamentale Unterschiede im Gesellschaftsrecht hin. "Special Purpose Acquisition Companies und die Ineffizienz des Kapitalsystems. Schriften zum Europäischen und Internationalen Privat-, Bank- und Wirtschaftsrecht" von David Günther ist im März 2021 erschienen: Band 62, Verlag Walter de Gruyter, 276 Seiten, 89,95 Euro (ISBN: 9783110727005).

KMU-Rechtsberatung. Mit incaseof.law (ICO) ist einer der ersten Anbieter von Online-Rechtsberatung auf Basis künstlicher Intelligenz gestartet, der speziell kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Rechtsfragen zugute kommen soll. Das Produktportfolio ist vorerst auf zwei Bereiche zugeschnitten: Forderungsmanagement und Forderungsabwehr. Das umfasst vollautomatisches außergerichtliches Inkasso und Mahnklagen ebenso wie Einsprüche gegen bedingte Zahlungsbefehle. Weitere Produkte befinden sich bereits in Planung. Die künstliche Intelligenz kann Mandantenanfragen (vor-)analysieren und den für den speziellen Fall am besten geeigneten Anwalt beiziehen. Somit wird die Treffsicherheit gesteigert. Die Software unterstützt aber auch die Anwälte von Beginn an, vor allem bei der Informationsbeschaffung. Das Geschäftsmodell beruht dabei darauf, dass das KMU ein pauschales Anwaltshonorar an ICO bezahlt, das abzüglich einer Servicegebühr von ICO an den Anwalt weitergeleitet wird. Maximilian Kindler, CEO und Gründer von ICO, blickt auf viele Jahre juristischer Erfahrung und Unternehmenspraxis zurück. Der promovierte Rechtswissenschafter war unter anderem in einer namhaften österreichischen Rechtsanwaltskanzlei sowie in großen nationalen und internationalen Unternehmen tätig.

Brandl Talos. Alexander Stücklberger (28), langjähriger Mitarbeiter bei Brandl Talos, verstärkt ab sofort als Rechtsanwalt das Team von Partner Christopher Schrank in den Bereichen Wirtschaftsrecht und Compliance. Das internationale Anwaltsranking Legal 500 führt Stücklberger als "Rising Star" im Wirtschaftsstrafrecht.

Baker McKenzie. Maximilian Raschhofer wechselt vom Versicherungskonzern Uniqa ins Wiener Büro der internationalen Kanzlei Baker McKenzie. Als Counsel verstärkt er seit Anfang Mai die Praxis für IT- und IP-Recht rund um den führenden Datenschutzexperten Lukas Feiler.