"Digital Finance" in Europa. Technologische wie gesellschaftliche Veränderungen rufen rechtliche Regelungsbedarfe hervor. Davon betroffen ist auch die "Geldsphäre". Das von Emilios Avgouleas (Universityof Edinburgh) und Heikki Marjosola (University of Helsinki) als Sonderband zum European Company and Financial Law Review herausgegebene Werk "Digital Finance in Europe: Law, Regulation, and Governance" vereint acht Beiträge, die belegen, wie komplex die rechtlich zu erfassenden Entwicklungen in Europa ausfallen. Diese beziehen sich auf Elemente der als Rahmen gesetzten "Digital Finance Value"-Lieferkette (Chain) und greifen Themen auf wie die Rolle interner Märkte, Märkte für Kryptowährungen ("MiCA"), die Problematik programmierten Handels und des Einsatzes künstlicher Intelligenz. Ein weiterer Beitrag untersucht das Verhältnis von nachhaltiger Finanzierung und Digitalisierung. Ein anderer, inwieweit es einen Wettstreit zwischen den digitalisierten Finanzmärkten und dem europäischen Privatrecht gibt. Dazu gibt es Beispiele zu Zahlungssystemen, Outsourcing, Crowdlending und Robo-advice sowie einen Schwerpunkt bei den regulatorischen Sandboxes mit Erfahrungen aus GB, Singapur, Australien, der Schweiz und den Niederlanden. Den Band beschließt ein Blick auf Veränderungen im Wertpapierrecht. Auch wenn die Beiträge, verfasst von im Bereich der Rechtswissenschaften Forschenden und Lehrenden, nur einen Ausschnitt der Herausforderungen wiedergeben können, so verdeutlichen diese sehr gut, wo mit welchen Methoden und Zugängen anzusetzen ist, um die Veränderungen besser zu bewältigen. "Digital Finance in Europe: Law, Regulation, and Governance" ist 2022 im Verlag De Gruyter erschienen. Es hat 291 Seiten und kostet 99,95 Euro (ISBN: 978-3-11-074941-0).

Praxiskommentar Aktiengesetz. Im Rahmen eines festlichen Autoren-Get-Togethers wurde vor Kurzem der neue Praxiskommentar zum Aktiengesetz (LexisNexis) präsentiert. Dieser wurde von Elke Napokoj, Partnerin bei bpv Hügel Rechtsanwälte, Heinrich Foglar-Deinhardstein, Partner bei Cerha Hempel Rechtsanwälte, und Michaela Pelinka, Partnerin bei bpv Hügel Rechtsanwälte, herausgegebene. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung zur Feier, die mit einer Festrede von Georg Eckert von der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien eröffnet wurde. Zu den Gästen zählten unter anderen Matthias Potyka vom Justizministerium, Martin Spitzer von der WU Wien sowie Sebastian Bergmann von der JKU Linz. Geschrieben von Praktikern für Praktiker ist der Praxiskommentar zum Aktiengesetz für Juristen ein geeigneter Wegbegleiter durch den gesellschaftsrechtlichen Alltag. Er bietet eine kompakte Zusammenstellung der Judikatur und Literatur zum Aktiengesetz. Die gesetzlichen Änderungen durch das AktRÄG 2019 (Umsetzung der 2. Aktionärsrechterichtlinie) werden bereits berücksichtigt. Der AktG Praxiskommentar ist in erster Auflage im Verlag LexisNexis erschienen, umfasst 1.552 Seiten und kostet 299 Euro (ISBN: 978-3-7007-7266-8).