Gemeinsamer Geist
eines europäischen Rechts

In einer globalisierten Welt kann auch nach dem Brexit niemand mehr einen Anspruch auf die englische Sprache erheben. Ja, viel nutzbringender als die alte Diskussion über Status und Bewertung sprachlicher Varietäten wäre es, vergleichende rechtslinguistische Untersuchungen wie das Eurolect Observatory Project (Laura Mori) auch in Österreich angemessen zu fördern. Die Ergebnisse solcher gesamteuropäischen Forschungsprojekte haben bereits wertvolle Beiträge für die europäische Rechtssetzung geliefert, indem sie die Europäische Rechtssprache(n) (Eurolekte) und die rechtssprachlichen Lokalvarietäten vergleichbar machen.

Derartige Forschungsperspektiven sind der rechtsrealistische Ausdruck des gemeinsamen Geistes eines gemeinsamen europäischen Rechts: "Einheit durch Vielfalt." Doch zurück zur eingangs erwähnten Nachspeise: Ich hätte mich für die Sachertorte entschieden - oder vielleicht doch ein pouding à la vanille?