Die Corona-Krise hat uns fest im Griff - sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich. Für viele heimische Geschäfte und Unternehmen geht es derzeit um die Existenz. Entsprechend hoch ist auch der zusätzliche Beratungsaufwand für Steuerberater, die zur Hauptansprechperson für viele Unternehmen avanciert sind. Kein Wunder, geht es doch darum, die Liquidität der Wirtschaftstreibenden aufrecht zu erhalten und dafür zu sorgen, dass deren ArbeitnehmerInnen in Beschäftigung bleiben.

Systementlastende Beratung

Der Beratungsfokus liegt momentan klar bei Themen wie Kurzarbeit sowie den angekündigten finanziellen Unterstützungen der österreichischen Bundesregierung. Als erste Anlaufstelle für die Weitergabe dieser wichtigen Informationen tragen Steuerberater zu einer deutlichen Entlastung von Einrichtungen wie dem Arbeitsmarktservice oder der österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) bei. Eine wahre Mammutaufgabe. Für diesen gesteigerten Beratungsaufwand sind nicht alle Steuerberater gleich gut gewappnet. Spätestens jetzt stellen viele Kanzleien fest, dass Investitionen in die Digitalisierung von Vorteil gewesen wären. Wer daher bereits jetzt im digitalen Bereich optimal aufgestellt und gut vernetzt ist, hat es wesentlich leichter. Ein zuverlässiger Partner ist dabei von Vorteil.

Peter Brunmayr ist Prokurist und Leiter des Bereiches Vertrieb und Marketing der DATEV.at GmbH. - © DATEV.at GmbH
Peter Brunmayr ist Prokurist und Leiter des Bereiches Vertrieb und Marketing der DATEV.at GmbH. - © DATEV.at GmbH

Total digital

Digitale Tools machen die Arbeit der Steuerexperten also um einiges effizienter und schneller. Interne Prozesse können beschleunigt werden, und dadurch schaufelt man zusätzliche Zeit- und Geld-Ressourcen frei. Und das kommt letztendlich Kanzleien und deren Mandanten gleichermaßen zu Gute. Die Digitalisierung hat zwar in vielen Steuerberatungskanzleien bereits Einzug genommen, doch insbesondere Einzelkanzleien haben hier momentan noch Nachholbedarf.

Wichtigstes Tool der Digitalisierung ist das zentrale Dokumentenmanagementsystem, das gewährleistet, dass KanzleimitarbeiterInnen stets Zugriff auf sämtliche Unterlagen haben. Während so kürzere Informationswege und dadurch effizientere Prozessabläufe entstehen, wird gleichzeitig der Informationshorterei ein Ende gesetzt und Transparenz in den Mittelpunkt gerückt. Große Bedeutung erfährt jetzt auch die digitale Beleganlieferung mit automatisierter Belegerkennung, die in der Regel über eine internetbasierte Plattform läuft. Sie sorgt durch Echtzeit-Zugriff für einen reibungslosen Austausch zwischen Steuerberater und Mandant und ermöglicht dadurch eine deutliche Steigerung der Buchhaltungsqualität.

Auch die Umstellung auf einen digitalen Rechnungsworkflow sowie auf ein automatisiertes Mahnsystem kann das Leben von Steuerberatern und Unternehmern jetzt deutlich erleichtern. Noch viel wichtiger jedoch ist das Thema Flexibilität. Noch nie war es so einfach wie heute, mit Hilfe von Steuersoftware Homeoffice-Arbeitsplätze zu gestalten und MitarbeiterInnen die Möglichkeit zu geben, zeit- und ortsunabhängig zu arbeiten. Ein großer Vorteil in Zeiten wie diesen.

Neue Chancen nutzen

Die Digitalisierung zielt neben Mobilität und Flexibilität also darauf ab, Routinearbeiten in den Kanzleien zu automatisieren. Ist dieser Schritt erst einmal getan, geht es darum, den Fokus auf die Steigerung der Beratungskapazitäten zu legen. Denn bereits jetzt ist zu beobachten, wie sich die Aufgabenfelder zunehmend in Richtung Analysen, Plausibilitätsprüfungen und Auswertungen verschieben. Durch den vereinfachten digitalen Austausch, das schnelle Bereitstellen von Informationen beziehungsweise Unterlagen und die dadurch gesteigerten Ressourcen in Sachen Beratung, ergibt sich zudem die Möglichkeit, die Beziehung zu Mandanten zu intensivieren und auszubauen.

Die Digitalisierung ist also eine wichtige Chance für eine verbesserte Zusammenarbeit. Und genau das ist es, worauf es jetzt in dieser Krisenzeit ankommt: Schnelle, effiziente und vertrauensvolle Beratungsleistungen, damit Unternehmer schnell handeln können, um so möglichst unbeschadet aus dieser Krise wiederaufzuerstehen.