Der Restbuchwert ist nicht zusätzlich als Betriebsausgabe und der Teilwert nicht als Betriebseinnahme anzusetzen. Auch die unentgeltliche Nutzungsmöglichkeit aus dem Betriebsvermögen (zum Beispiel die unentgeltliche Überlassung eines Fahrzeugs an eine spendenbegünstigte Organisation) oder die unentgeltliche Arbeitsleistung eines Dienstnehmers an eine spendenbegünstigte Organisation kann als Sachspende steuerlich geltend gemacht werden.

Bei Privatspenden werden grundsätzlich nur Geldspenden steuerlich anerkannt. Privatpersonen können bis zu zehn Prozent des Gesamtbetrages ihrer steuerlichen Einkünfte des laufenden Jahres als Sonderausgaben absetzen. Bei Spenden an im Einkommensteuergesetz aufgezählte Einrichtungen (zum Beispiel Universitäten) sind allerdings auch Sachspenden aus dem Privatvermögen abzugsfähig. Führen Geld- beziehungsweise Sachzuwendungen jedoch zu einer Gegenleistung des Empfängers, sind diese Zuwendungen steuerlich nicht als Spende zu behandeln. Eine Ausnahme von dieser Regelung stellen Zuwendungen im Zusammenhang mit Gegenleistungen von völlig unerheblichem Wert dar (zum Beispiel eine dem Spendenerlagschein angeschlossene Weihnachtskarte).

Seit Anfang 2016 können auch Zuwendungen an begünstigte Stiftungen von bis zu zehn Prozent des Gewinns von Unternehmerinnen und Unternehmern geltend gemacht werden. Soweit eine Berücksichtigung als Betriebsausgabe nicht in Betracht kommt, kann die Zuwendung als Sonderausgabe berücksichtigt werden (Höchstgrenze von 500.000 Euro). Im Kalenderjahr können diese insoweit geltend gemacht werden, als sie zehn Prozent des ergebenden Gesamtbetrages der Einkünfte nicht übersteigen.

Wie und wo gebe ich an, was ich gespendet habe?

Die Zuwendungen von Privatspenderinnen und -spendern sind als Sonderausgaben in der Arbeitnehmerveranlagung anzugeben. Spenden Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Betriebsvermögen, so ist die Spende eine Betriebsausgabe. Somit ist sie im Rahmen der Gewinnermittlung im unternehmerischen Rechnungswesen anzusetzen und in den Steuererklärungen bei den entsprechenden Kennzahlen anzuführen. Werden negative Einkünfte aus unternehmerischen Tätigkeiten verzeichnet, jedoch weitere sonstige positive Einkünfte erwirtschaftet, sind Spenden nicht als Betriebsausgabe, sondern als Sonderausgabe anzusetzen.

Wie wird eine Einrichtung steuerbegünstigt?

Zur Aufnahme in die Liste der steuerbegünstigten Organisationen des Finanzamtes sind gewisse Voraussetzungen zu erfüllen. So muss beispielsweise in der schriftlichen Rechtsgrundlage (Satzung, Statut, Gesellschaftsvertrag etc.) die ausschließliche Verfolgung gemeinnütziger Zwecke verankert sein. Weiters muss die Einrichtung seit mindestens drei Jahren ununterbrochen im Wesentlichen begünstigte Zwecke verfolgen, und die im Zusammenhang mit der Verwendung der Spenden stehenden Verwaltungskosten dürfen zehn Prozent nicht übersteigen.

Um Missbrauch zu vermeiden und zu gewährleisten, dass Spenden wie vorgesehen ankommen, müssen die Einrichtungen seit dem Jahr 2017 zusätzlich Maßnahmen zur Erfüllung der Datenübermittlungsverpflichtung der Spender durchführen.