Diese Elemente müssen dabei voneinander unabhängig sein. Die Nichterfüllung eines Kriteriums darf die Zuverlässigkeit der anderen nicht beeinträchtigen, und die Vertraulichkeit der Authentifizierungsdaten muss geschützt sein. Bei einem elektronischen Fernzahlungsvorgang muss die Authentifizierung zudem Elemente umfassen, die den Zahlungsvorgang dynamisch mit einem bestimmten Betrag und einem bestimmten Zahlungsempfänger verknüpfen.

Auch die Rechtsstellung des Zahlers wird verbessert

Die Rechtsstellung des Zahlers wird auch verbessert. Bei missbräuchlicher Verwendung eines Zahlungsinstruments haftet der Zahler nur, wenn er in der Lage war, den Verlust, den Diebstahl oder die sonstige missbräuchliche Verwendung des Zahlungsinstruments zu bemerken. Selbst in diesem Fall ist die Haftung des Zahlers aber auf höchstens 50 Euro begrenzt (bisher lag die Haftungsgrenze bei 150 Euro).

Die Haftungsgrenze gilt - wie bereits bisher - nicht, wenn der Zahler in betrügerischer Absicht gehandelt oder vorsätzlich oder grob fahrlässig seine Pflicht verletzt hat. Der Dienstleister hat auch eine Versicherung anzulegen.

Manche Zahlungsdienstleister gehen aber mittlerweile schon einen Schritt weiter und nehmen auch eine Schutzstellung für die Leistungsempfänger wahr; etwa, wenn erst dann die Zahlung freigegeben wird, wenn der Versand der Ware bestätigt wird. Noch weitergehend ist dann eine Bewertung des Verkäuferverhaltens etwa bei Reklamationen oder Beschwerden. Dabei bedient man sich des Drucks der Öffentlichkeit, die man meist über die sozialen Medien erreicht. Juristisches Glatteis jedenfalls, das aber sinnvoll Regeln erhalten sollte. Es liegt einfach in der Natur der neuen Handelsformen, dass man schlechte Erfahrungen mitteilt. Und es ist vitales Interesse des Bewerteten, damit nicht einem existenzbedrohenden Drucks ausgesetzt zu werden.

Das ist jedoch ein anderes Feld. Im Bereich des Zahlungsverkehrs steht indes einiges an: Schon im Juni dieses Jahres soll es innerhalb der EU nur noch zehn Sekunden dauern, bis der Empfänger über den überwiesenen Betrag verfügen kann. Vorerst geht das mit 15.000 Euro, zwei Jahre später auch mit größeren Beträgen.