Unterschiede bei Lohnniveau

Abgesehen davon bestehen auch in Zukunft Unterschiede, wie etwa bei den Entlassungsgründen, die für Arbeiter enger gefasst sind als für Angestellte. Auch das Konkurrenzverbot ist für Angestellte wesentlich strenger, wofür es jedoch keine Rechtfertigung (mehr) gibt. Ebenso wird es weiterhin unterschiedliche Kollektivverträge mit unterschiedlichem Lohnniveau und getrennte Betriebsräte für Arbeiter und Angestellte geben, was einen erheblichen administrativen Aufwand bedeutet. Auch die Ungleichbehandlungen bei Berufsunfähigkeit und Invalidität wurden nicht beseitigt.

Von einer vollständigen Beseitigung der letzten Ungleichheiten - wie von den für diesen Gesetzesbeschluss verantwortlichen Parteien suggeriert -kann daher keine Rede sein. Die neuen Regeln bringen deutliche Erschwerungen für Arbeitgeber mit sich, denen jedoch kein adäquater Ausgleich gegenübersteht. Möglichkeiten dazu hätte es genug gegeben. Aber das haben kurzfristig verteilte "Wahlzuckerl" nun einmal an sich.

Trotz Gesetzesänderung kann von einer endgültigen Gleichstellung der Arbeitsverhältnisse keine Rede sein.

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