Die zuerst in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen in mindestens 60 Ländern ausgebreitet. Innerhalb einer Woche sei die Virus-Variante damit in zehn weiteren Staaten entdeckt worden, teilte die WHO am Mittwoch mit. Die Mitte Dezember erstmals nachgewiesene Mutation B.1.1.7 gilt als 50 bis 70 Prozent ansteckender als das Virus in seiner bisherigen Form.

SARS-CoV-2 mutiert eigentlich im Vergleich zu Influenza-Viren langsam, mit regelmäßigen Kopierfehlern alle vierzehn Tage. Die Variante B.1.1.7., die zum ersten Mal im September 2019 in Großbritannien nachgewiesen wurde, umfasst insgesamt siebzehn Veränderungen in der RNA des Virus. Einige davon ändern die Form des charakteristischen Spike-Proteins und machen es für das Virus anscheinend leichter, an Körperzellen anzudocken. Die Mutationen erleichtern somit die Ansteckung und das Virus breitet sich schneller aus. (apa)