Slowenien hat aus Ungarn 300.000 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs als Leihgabe erhalten. Damit werde sein Land die Corona-Epidemie bald stoppen und einen entspannten Sommer genießen können, sagte Premier Janez Jansa am Mittwoch bei einer Übergabezeremonie in Ljubljana. Er bedankte sich bei dem dort anwesenden ungarischen Außenminister Peter Szijjarto für die Hilfe aus dem Nachbarland, berichtete die Nachrichtenagentur STA.

Ungarn habe Slowenien die Vakzine leihen können, weil es selbst genug habe, um alle impfen zu können, die sich dafür angemeldet haben, erklärte Szijjarto. Er wies darauf hin, wie wichtig es sei, dass sich Nachbarn gegenseitig helfen. Wenn diese "im Kampf gegen die Pandemie erfolgreich sind, dann sind auch wir erfolgreich", fügte er laut STA hinzu.

Gleichzeitig kritisierte Szijjarto die Politik der EU zum Kauf und der Verteilung von Impfstoffen und verwies dabei auf Erfolge in Ländern wie den USA, Großbritannien und Israel. Ungarn sei bei der Durchimpfung sind "in Europa an der Spitze", betonte der Minister: "Das liegt daran, dass wir Impfstoff nicht als ein politisches oder geostrategisches Thema sehen."

Slowenien wird laut Gesundheitsminister Janez Poklukar die Vakzine voraussichtlich im Herbst oder bis Jahresende an Ungarn zurückgeben. (apa)