Omikron ist nun auch in Wien angelangt - in der Bundeshauptstadt gibt es einen bestätigten Fall und acht Verdachtsfälle. Alle hielten sich laut Sonja Ficht, Sprecherin des Gesundheitsdienstes (MA 15), im südlichen Afrika auf und machten bei der Heimreise einen Zwischenstopp in Mosambik oder Simbabwe.

Die Betroffenen haben laut Ficht milde Krankheitsverläufe und befinden sich in Quarantäne. Ihre Tests werden derzeit sequenziert, um festzustellen, ob es sich dabei um die Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) handelt. Die AGES kümmert sich bei diesen Fällen derzeit um das Contact-Tracing.

Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika ruft Ficht dazu auf, sich unverzüglich testen zu lassen. Sie sollen in die Teststraße auf der Floridsdorfer Brücke kommen und dort mitteilen, Reiserückkehrer zu sein. Damit erhielten sie ein beschleunigtes Verfahren. Auch, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, appelliert Ficht an Betroffene, zunächst zu Hause zu bleiben und "engmaschig" PCR-Tests durchführen.

Die Absonderung von Familie und Kontaktpersonen wird bei Omikron-Fällen genauso gehandhabt wie bei anderen Covid-Infektionen. Die Quarantäne der positiven Personen wird nach 14 Tagen beendet, ein Freitesten ist nicht möglich. Hat man nach den 14 Tagen noch Symptome, soll man sich - so Ficht - erneut testen.

6.738 Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Österreich am Freitag weiter gesunken. Binnen 24 Stunden (Stand: 9.30 Uhr) meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 6.738 neue Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug 726 Fälle auf 100.000 Einwohner. Auf den Intensivstationen stieg die Zahl der Patienten und Patientinnen jedoch um sechs Personen auf 643 an.

Mit Freitag gab es in Österreich somit 123.238 aktive Fälle, um 6.828 weniger als am Tag zuvor. 68 Todesfälle waren seit gestern zu beklagen, was über dem Sieben-Tages-Schnitt von täglich 58,4 Personen lag. Insgesamt forderte die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 12.693 Tote in Österreich. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 142,1 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Im Krankenhaus lagen am Freitag 3.180 Personen, das waren um 61 weniger als gestern gemeldet waren. 643 Menschen wurden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl stieg seit gestern um sechs Patienten und Patientinnen an.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 573.618 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren 416.685 aussagekräftige PCR-Tests. Die Positiv-Rate betrug hier 1,6 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert lag unter dem Schnitt der vergangenen Woche von 2,2 Prozent.

Fast 110.000 Impfungen am Donnerstag

109.574 Impfungen wurden am Donnerstag durchgeführt. Insgesamt hatten laut den Daten des E-Impfpasses somit 6,374.080 Österreicher und Österreicherinnen bereits zumindest eine Impfung erhalten. 6,007.080 Menschen und somit 67,2 Prozent der Menschen in Österreich verfügten über einen gültigen Impfschutz.

Von den 109.574 Impfungen am Donnerstag waren 9.839 Erststiche (8,98 Prozent). Damit lag die Zahl der erstmaligen Impfungen unter dem Sieben-Tages-Schnitt von 11.543. 18.053 Impfungen waren Zweitstiche. Der Großteil waren mit 81.682 aber Drittstiche (74,55 Prozent).

Die Impfraten nach Altersgruppen: Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen hatten 60,3 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre betrug die Rate 66,6 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 71,2 Prozent. 74,5 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren waren mit Zertifikat nachweisbar gegen Covid-19 geschützt, 82,1 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen wiesen eine Quote von 86,1 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 90,6 Prozent und die Gruppe 85plus 90,8 Prozent. Für Kinder bis elf Jahre, die derzeit lediglich "Off Label" geimpft werden, wurden 0,6 Prozent ausgewiesen.

Am höchsten war die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 73,4 Prozent. In Niederösterreich hatten 69,5 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 67,4 Prozent. Nach Wien (66,4), Tirol (66), Vorarlberg (64,5), Kärnten (64,1) und Salzburg (63,8) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 62,7 Prozent.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz war am Freitag Kärnten mit 1.323,5, gefolgt von Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich (1.147,2, 887,3 bzw. 872). Weiters folgten Tirol (845,8), die Steiermark (714,7), Niederösterreich (621,5), das Burgenland (495,6) und Wien (390,1). (apa)