Österreich hebt alle wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreiseregeln auf. Ab kommenden Montag ist bei der Einreise nach Österreich kein 3G-Nachweis mehr nötig. Eine Einreise ist damit wieder aus allen Ländern der Welt ohne Auflagen möglich. Das geht aus der am Freitagabend veröffentlichten neuen Einreiseverordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Begründet wurde die Aufhebung mit der derzeitigen epidemiologischen Lage.

Die bisherigen Regeln für Virusvariantengebiete bleiben offiziell bestehen, allerdings befindet sich derzeit kein Land auf der Liste der sogenannten Virusvariantengebiete. Sollte eine neue Virusvariante auftauchen, könnten damit für bestimmte Länder rasch wieder die Test-, Registrierungs- und Quarantänepflicht verhängt werden. Die neue Einreiseverordnung tritt am kommenden Montag in Kraft.

Reisebranche erfreut

Die Reisebranche, die seit Wochen eine Aufhebung der Einreisebeschränkungen gefordert hatte, reagierte erfreut. "Damit konnte - spät aber doch - ein massiver Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen europäischen Destinationen beseitigt werden", erklärte der Obmann des WKÖ-Fachverbands der Reisebüros, Gregor Kadanka, am Freitagabend in einer Aussendung. Das Ende der 3-G-Regel sei sowohl für den Incoming-Tourismus, als auch für im Ausland urlaubende Österreicherinnen und Österreicher eine gute Nachricht.

Auch der Flughafen Wien zeigte sich am Montag erfreut über das Ende der 3G-Pflicht im Hinblick auf die bevorstehende Urlaubssaison als "wichtiges Signal zur Rückkehr zur Reisefreiheit". Die Vorstände des Flughafens, Julian Jäger und Günther Ofner, dankten dem Bundesheer, Grenzpolizei und der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha in einer Aussendung für ihren "enormen Einsatz zur Überprüfung der täglich am Flughafen ankommenden Reisenden" in den vergangenen zwei Jahren, ohne den die Umsetzung der Einreiseverordnung nicht möglich gewesen wäre.

Forderung nach europaweit einheitlichen Regelungen

Zugleich forderten die Flughafenvorstände eine "europaweit einheitliche Regelung zur Maskenpflicht im Flugverkehr und die Vermeidung eines neuen internationalen Fleckerlteppichs durch unterschiedliche nationale Regelungen". Seit dem heutigen Montag ist die allgemeine Maskenpflicht auf Flügen in der EU offiziell aufgehoben. Allerdings behalten zahlreiche EU-Staaten die Maskenpflicht vorerst auf allen Flügen bei. Neben Österreich und Deutschland sind auch wichtige Tourismus-Ziele wie Spanien, Griechenland, Portugal und Italien darunter. Wenn am Abflugort oder am Ziel eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC weiter auch an Bord der Maschinen gelten.

Bisher galt bei der Einreise nach wie vor die 3G-Pflicht. Einreisende mussten nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. (apa)