Der leichte Anstieg an gemeldeten Corona-Infektionen in Österreich in den vergangenen zwei Wochen hat bereits zu einem geringen Plus beim Spitalsbelag geführt. Dieser Trend in den Krankenhäusern dürfte sich laut der Covid-Prognose von Mittwoch fortsetzen. In zwei Wochen erwarten die Modellrechner wieder mehr als 1.000 Infizierte auf Normalstationen, nach 929 am (gestrigen) Dienstag. Worauf der Anstieg bei den Neuinfektionen zurückzuführen ist, war jedoch noch nicht ganz klar.

"Die vorliegenden Parameter der gemeldeten Fallzahlen weisen in allen Altersgruppen steigende Raten auf", betonten die Experten von TU Wien, MedUni Wien und Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) in ihrem wöchentlichen Update. Insbesondere in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-jährigen komme es zu Anstiegen. Während die Sieben-Tage Inzidenz innerhalb einer Woche von ca. 330 auf 410 Fälle gestiegen ist, gab es in der Altersgruppe der Pflichtschüler eine Erhöhung von ca. 300 auf 500 Fälle je 100.000 Einwohner.

Intensivbelegung stabil erwartet

Die verfügbaren Abwasserdaten bis inklusive 15. September bestätigen diesen Aufwärtstrend allerdings nicht, wurde erläutert. Inwiefern der Anstieg der Fallzahlen auf ein verändertes Testverhalten, das Ferienende oder epidemiologische Gründe zurückgeführt werden kann, sei noch unklar.

Die Spitalsbelagszahlen entwickeln sich laut der Prognose auf das Niveau von Ende August. Am 5. Oktober werden auf den Normalstationen österreichweit 737 bis 1.445 SARS-CoV-2-Infizierte erwartet, mit einem Mittelwert von 1.032 Betroffenen. Die Intensivbelegung könnte in etwa stabil bleiben. Nach 64 belegten Betten am Dienstag werden in zwei Wochen 51 bis 87 (Mittelwert 67) schwerst Covid-Kranke prognostiziert. (apa)