Ein erfolgreicher Geheimtipp

Auch die Rettung des Gaberls wäre ohne eine 100.000 Euro Investition des Landes nicht möglich gewesen, so Gauss. Das Geld half unter anderem, die alten Lifte um 17.000 Euro zu ersteigern, sie zu modernisieren, um TÜV-konform zu sein, und die Pumpen des Speicherteichs zu reparieren. Die Pistenraupe, mit der Lipp täglich vom Slalomhang zur Schönfelder-Piste rattert, erwarb die Familie gebraucht. Neu hätte sie mehr als 350.000 Euro gekostet.

Bisher scheint die "Flucht nach vorne", wie Gauss seine Neo-Lifteigentümerschaft bezeichnet, zu gelingen: Vergangenen Freitag waren die zwanzig Zimmer und zwei Ferienwohnungen der beiden Gasthöfe voll belegt. Bei strahlendem Sonnenschein wurde ein Skirennen für die Skikursteilnehmer veranstaltet - fast alle Kinder aus Wien, die hier ihre Semesterferien verbrachten.

Mit kräftigen "Hopp, hopp, hopp"-Rufen feuerten Eltern die Kleinen an, die dann im angespannten Schneepflug um die Tore schnitten.

"Wir sehen, dass es wieder bergauf geht - bisher wird alles gut angenommen", so Gauss, der die Kinder im Ziel empfing.

Das bestätigen auch Gäste wie die Wiener Familie Krebich, die zum ersten Mal am Gaberl sind. "Es gibt zwar nur zwei Lifte, aber wenn man wie wir ein paar Stunden fahren will, passt das genau," so Mutter Birgit, die auch die ruhigen Pisten und niedrigen Preise anspricht. Eine Art Geheimtipp sei das Gaberl, scherzt sie, während sie den Kindern beim Skischuheanziehen hilft. "Also nicht darüber schreiben, sonst kommen noch alle."