Nur eine lokale und kommunale Klimapolitik stärkt die Demokratie gegen den Öko-Populismus von oben. "Wenn Bürgermeister die Welt regierten, wären viele globale Probleme längst gelöst", schrieb der 2018 verstorbene US-Professor Benjamin Barber, der die Zivilgesellschaft erforscht hat, in seinem Bestseller "If Mayors Ruled the World".

Städte, so Barber, reagieren schneller, konkreter und bürgernäher auf Krisen und Herausforderungen wie Klimawandel, Integration, Sicherheit oder Mobilität. Barber gründete daher im Jahr 2016 das "Global Parliament of Mayors", das globale Parlament der Bürgermeister. Mehr als 60 Städte und Netzwerke wie Eurocities, die US-Bürgermeisterkonferenz und die OECD sind dort vertreten. Die gemeinsame Erkenntnis: "Think global, act local!" Stadtpolitik ist effektiver und zukunftsorientierter als nationale Politik.

Nicht Verzicht und Verbote führen zur Klimaneutralität, sondern Anreize und Innovationen. Die größte Gefahr für die Demokratie wie das Klima ist, wenn sehr wenige Menschen sehr viel entscheiden. Egal, ob es sich dabei um Internetriesen oder Regierungsvertreter handelt. Der grüne Fortschritt braucht in Zukunft mehr und nicht weniger Selbstbestimmung und Beteiligung, Kreativität und Kooperation, Demokratie und Wettbewerb. Und Spaß dabei zu haben wäre nicht verboten.