Innsbruck. Die Tiroler Landesregierung hat am Dienstag Maßnahmen und Förderungen beschlossen, um einerseits Abwanderung in Gemeinden entgegenzusteuern, anderseits aber auch, um Zusammenlegungen von Kommunen zu fördern.

Hintergrund des Beschlusses ist eine nicht nur in Tirol manifeste Entwicklung, die es vor allem strukturschwachen Gemeinden zunehmend erschwert, die Daseinsvorsorge nachhaltig abzusichern. Darüber hinaus würde auch die Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger an die Gemeindeverwaltung steigen, wie es in einer Aussendung des Landes heißt.

Deshalb soll unter anderem die interkommunale Zusammenarbeit gefördert werden, um Synergien zu nutzen und Verwaltung wie Daseinsvorsorge möglichst kosteneffizient zu gestalten. Auch Fusionen von Gemeinden soll es geben, allerdings nur freiwillig, nicht zwangsweise, wie dies in der Steiermark der Fall war. Bei neu entstanden Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern will das Land innerhalb von vier Jahren insgesamt 2,5 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Für das Jahr 2017 seien zudem sechs Millionen Euro für strukturschwache Gemeinden vorgesehen, insbesondere für jene, die von Bevölkerungsabwanderung bedroht sind sowie stärker zersiedelte Gemeinden.