Bregenz. Bauland ist in Österreich ein knappes Gut geworden, besonders in Vorarlberg. Die Grundstückspreise sind dort in den vergangenen Jahren davongaloppiert. Mit Änderungen des Raumplanungs- und Grundverkehrsgesetzes will die Vorarlberger Landesregierung nun aktiv gegen Baulandhortung vorgehen. "Die Zeit ist vorbei, in der es einen Freibrief für Baulandhortung gab", sagt Landeshauptmann Markus Wallner.

Zu den markantesten Änderungen zählt die Einführung eines Erklärungsverfahrens beim Erwerb unbebauter Baugrundstücke nach dem Grundverkehrsgesetz. Dementsprechend kann Bauland nur erworben werden, wenn der Käufer sich bereiterklärt, dieses innerhalb einer Frist von zehn Jahren zu bebauen. Tut er das nicht, hat er das Grundstück der Gemeinde zum Kauf anzubieten.

Der Erwerb von Bauland erhält künftig eine Obergrenze von fünf Hektar. Ausgenommen davon sind die öffentliche Hand, gemeinnützige und gewerbliche Bauträger sowie Unternehmen, die ihren Betriebsstandort erweitern wollen. Eine weitere Neuerung: Neuwidmungen von Bauflächen sollen auf sieben Jahre befristet werden. Wird in dieser Zeit nicht gebaut, erlischt die Umwidmung ohne eine Entschädigung für den Käufer. Siedlungen sollen nach innen verdichtet und damit soll der Flächenverbrauch von Einkaufszentren eingedämmt werden.