Keine Bestätigung für die vom "Kurier" kolportierten Pläne hinsichtlich der Steuerreform gab es am Mittwoch von ÖVP-Finanzsprecher Andreas Zakostelsky, der Mitglied in der Steuerreformkommission ist. Er erklärte auf Anfrage der APA lediglich, dass die Verhandlungen auf Expertenebene "extrem sachlich und konstruktiv" voranschreiten. Die Deadline Ende November werde die Kommission auf jeden Fall einhalten, der Bericht werde rechtzeitig vorgelegt werden.

Auch AK kritisiert angebliche Pläne Schellings
Auch die Arbeiterkammer sieht die kolportierten Steuer-Pläne von Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) kritisch: "Das ist für uns völlig unakzeptabel und ist eine Verkennung der wahren Bedürfnisse in diesem Land", erklärte AK-Präsident Rudolf Kaske am Mittwoch in einer Aussendung.

"Das hat nichts mit einer Tarifentlastung zu tun, sondern ist reine Klientelpolitik", so Kaske. Bei der Steuerreform müsse es um die Arbeitnehmer gehen. "Wenn den Menschen wieder mehr Geld im Börsel bleibt, können sie auch mehr konsumieren. Und gerade jetzt ist es wichtiger denn je, den privaten Konsum als Stütze der Konjunktur anzukurbeln", so der AK-Präsident.