"Es ist nicht das Festival, das uns vorschwebte und an dem wir seit 2020 intensiv gearbeitet haben", sagte Christophe Slagmuylder, Intendant der Wiener Festwochen, bei der Programmpräsentation. Und deshalb sieht auch das traditionelle Startkonzert heuer etwas anders aus. Es feiert ein Jubiläum: 1951 fand nach Ende des Zweiten Weltkriegs das erste Eröffnungskonzert statt. Diese 70-Jahr-Feier darf auch heuer am Wiener Rathausplatz stattfinden - allerdings ohne Publikum. Dafür wird das Event Freitagabend auf ORF2 und 3sat übertragen.

Neben dem Konzert, bei dem "Musik aus drei Jahrhunderten" von unter anderem den Strottern, Mira Lu Kovacs, Ernst Molden und dem Herbert Pixner Projekt gespielt wird, inszeniert Florentina Holzinger, "das Enfant terrible der Wiener Tanzszene" (Slagmuylder), mit musikalischer Unterstützung von Soap&Skin einen "Festzug" am Rathausplatz als "spektakuläre Parade aus disziplinierten selbstoptimierten Körpern und lärmenden Maschinen". Holzinger zitiert damit den Pionier der europäischen Tanzmoderne Rudolf von Laban, der 1929 den Festzug der Gewerbe zur Würdigung der Handwerkskunst als Massenevent auf der Ringstraße realisierte. Der Festzug wird als Videoinstallation im öffentlichen Raum auch während der Festwochen zu sehen sein. Der Vorverkauf für die Frühsommer-Hälfte der diesjährigen Festwochen startet am Freitag.