• vom 26.09.2016, 15:21 Uhr

Kindergarten

Update: 26.09.2016, 15:40 Uhr

Kinderbetreuung

Oberösterreich Schlusslicht bei Öffnungszeiten




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Von WZ Online, APA

  • Familienministerin Karmasin: Geld für Kofinanzierung kaum für Öffnungszeiten genutzt.

Linz/Wien. Laut Auswertung von Familienministerin Sophie Karmasin bildet Oberösterreich das Schlusslicht, was die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen angeht. So hatten im vergangenen Kindergartenjahr nur 26,3 Prozent mehr als neun Stunden am Tag offen. Trotz dieses schlechten Wertes verbesserte sich das Angebot im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,6 Prozentpunkte, so die Statistik aus Wien.

Oberösterreichs Landeshauptmannstellvertreter und Bildungsreferent Thomas Stelzer (ÖVP) relativierte am Rande einer Pressekonferenz am Montag in Linz die Zahlen. Oberösterreich habe in den letzten Jahren vor allem in den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen für unter Dreijährige investiert. So wurden vom Kindergartenjahr 2014/15 auf 2015/16 insgesamt 61 zusätzliche Gruppen mit rund 600 Plätzen genehmigt. Er orientiere sich am Bedarf vor Ort und nicht an Zahlen aus Wien, begründete Stelzer die Schwerpunktsetzung in Oberösterreich.

 305 Millionen für Kofinanzierung

Landeshauptmann Josef Pühringer drehte gleich den Spieß um: Beim "Ranking der Langzeitöffnung" den letzten Platz zu belegen, zeige, dass den Oberösterreichern die Kinderbetreuung so wichtig sei, dass sie selber auch gerne die Aufgabe übernehmen und diese nicht nur in staatliche Hände legen.

Die Arbeiterkammer OÖ sieht sich hingegen in ihrer langjährigen Forderung durch die Zahlen aus Wien bestätigt. So würden nicht nur Betreuungsplätze fehlen, "die berufstätigen Eltern Probleme bereiten, es passen vor allem auch die Öffnungszeiten nicht", hieß es in einer Presseaussendung.

305 Millionen hat der Bund zum Ausbau der Kinderbetreuung den Bundesländer für die Kofinanzierung zur Verfügung gestellt. Dieses Geld wird jedoch von den Ländern laut Karmasin kaum für eine Verbesserung der Öffnungszeiten verwendet, weshalb sie dort aufs Tempo drücken will. Im November soll es Gespräche geben.





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Dokument erstellt am 2016-09-26 15:23:43
Letzte Änderung am 2016-09-26 15:40:29


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