• vom 04.12.2018, 11:57 Uhr

Schule


Pädagogik-Paket

Elterninitiative geht für Schulautonomie auf Straße




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Von WZ Online, APA

  • Demo gegen "Abschaffung der Schulautonomie und der Schulpartnerschaft" bei Ziffernnoten und Deutschförderung.

Wien. Eine neue Elterninitiative möchte den aktuellen Kurs der Bildungspolitik ändern: Unter dem Titel "Nicht über die Köpfe unserer Kinder hinweg!" wollen Vertreter der "Kinderköpfe" am Mittwoch ab 9.30 Uhr vor dem Parlamentsausweichquartier am Heldenplatz gegen die "Abschaffung der Schulautonomie und der Schulpartnerschaft" demonstrieren. Die Initiative hat bisher rund 3.200 Unterschriften gesammelt.

Die "Kinderköpfe" wurden Mitte November aus Frust das Pädagogikpaket der Regierung gegründet. Am Mittwoch wird die Gesetzesvorlage im Unterrichtsausschuss behandelt, auf Forderung der Oppositionsparteien findet auch ein Experten-Hearing statt.

Eine "politisch-ideologische Spielwiese"

Schon bei Einführung der Deutschklassen sei der Eindruck entstanden, dass die Pflichtschule in Österreich als "politisch-ideologische Spielwiese" missbraucht werde und wegen einiger möglicher Extremfälle österreichweit Kinder unter dem Vorwand des Erlernens der Unterrichtssprache ausgegrenzt würden, sagt Sprecherin Sabrina Dorn zur APA. Der Plan der Regierung, entgegen wissenschaftlicher Evidenz ab Ende der zweiten Klasse Volksschule Ziffernnoten und das für Kinder "absolut demotivierende" Sitzenbleiben wieder einzuführen, habe dann das Fass zum Überlaufen gebracht.

Mit ihrer Demonstration wollen die "Kinderköpfe" nun zeigen, "dass die Kinder auch eine Lobby haben". Ihre Forderung: In der Bildungspolitik in Österreich soll es künftig weniger um Ideologie als um wissenschaftliche Erkenntnisse und das Wohl der Kinde gehen. Darüber hinaus verurteilen sie auch Budgetkürzungen "durch die Hintertür", wenn Schulversuche wie Mehrstufenklassen ins Regelschulwesen überführt, aber nicht mit zusätzlichem Budget ausgestattet werden.

Hoffen auf mögliche Änderungen

Dorn hofft, dass wenigstens in Sachen Ziffernnoten noch Änderungen möglich sein könnten. Es sei nicht nachvollziehbar, warum bei der alternativen Beurteilung den Eltern nicht mehr wie bisher zugetraut werde, mit der Schule eine vernünftige Entscheidung zu treffen. "Vielleicht kann man hier die Menschen noch zum Umdenken bewegen."

Doch auch wenn ihr Appell an die Regierung unerhört bleiben sollte, wollen die "Kinderköpfe" aktiv bleiben, sagt die Mutter einer Siebenjährigen. Schule müsse ein Ort sein, an dem alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Geschlecht "die gleiche Chance auf eine gute Bildungszukunft" erhalten. "Eine Kinder- und Elternlobby, die die Interessen der Kinder ins Zentrum stellt, scheint derzeit zu fehlen."





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Dokument erstellt am 2018-12-04 11:59:07


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