• vom 20.12.2018, 11:57 Uhr

Schule

Update: 20.12.2018, 12:09 Uhr

Integration

Neue Ombudsfrau für Kulturkonflikte in Schulen




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  • Bildungsminister Faßmann holt die Lehrerin Susanne Wiesinger für eine weisungsfreie Anlaufstelle.

Bildungsminister Heinz Faßmann präsentierte am Donnerstag die Lehrerin Susanne Wiesinger aus Wien-Favoriten als Ombudsfrau. - © APAweb, Helmut Fohringer

Bildungsminister Heinz Faßmann präsentierte am Donnerstag die Lehrerin Susanne Wiesinger aus Wien-Favoriten als Ombudsfrau. © APAweb, Helmut Fohringer

Wien. (ett). Im Bildungsministerium wird eine neue, weisungsfreie Ombudsstelle für Wertefragen und Kulturkonflikte in Schulen eingerichtet. Bildungsminister Heinz Faßmann präsentierte am Donnerstag die Lehrerin Susanne Wiesinger aus Wien-Favoriten als Ombudsfrau. Sie hat mit ihrem Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer", in dem sie Probleme mit dem Islam aufzeigt, für viel Zündstoff gesorgt. Ebenfalls neu eingerichtet wird im Bildungsressort eine eigene Abteilung für Schule und Integration.

In ihrer neuen Funktion soll Wiesinger in die Schulen in die Bundesländer auf "Zuhörer-Tour" gehen, um aufbauend auf ihren eigenen Erfahrungen über Probleme informiert zu werden und für einen Austausch mit Betroffenen zu sorgen. Die Ombudsfrau ist Anlaufstelle für Lehrer, Direktoren, Eltern und Schüler und soll auch bei Missständen an einzelnen Schulstandorten oder behördlichen Versäumnissen beraten und unterstützen. Außerdem gibt das Bildungsressort eine Studie in Auftrag, um systematisch eine Bestandsaufnahme über soziale und kulturelle Schulkonflikte zu liefern.

Faßmann begründete die Bestellung Wiesingers damit, man wolle versuchen, über Aufklärung Konflikte in diesem Bereich zu lösen. "Diese Maßnahmen sind keine Maßnahmen gegen jemanden oder gegen etwas", betonte der Ressortchef. Der Bericht Wiesingers als Ombudsfrau werde eine Grundlage für Lösungen bilden.

"Es wurde viel zu lange über das Thema geschwiegen", sagte Wiesinger am Donnerstagvormittag bei der Vorstellung im Bildungsministerium. Dadurch seien "die Rechten" gestärkt worden. Sie glaube, dass manche Situationen in Schulen eskalieren, weil man zu lange mit dem Angreifen zuwarte, aus Angst davor, in ein "rassistisches Eck" gestellt zu werden. Sie wolle nun jedenfalls "genau hinschauen". Eine ihrer Idee sei, "Kulturvermittler" an Schulen einzurichten, um beim Kontakt mit den Eltern anzusetzen. Eventuell solle es auch Schulungen für Eltern geben.





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Dokument erstellt am 2018-12-20 11:57:39
Letzte Änderung am 2018-12-20 12:09:41


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