• vom 29.08.2014, 16:59 Uhr

Schule

Update: 29.08.2014, 17:12 Uhr

Schulbeginn

Schulbus auf Füßen




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"Prinzipiell ist der Schulweg für die Kinder die beste Möglichkeit, zu lernen und Erfahrungen zu sammeln, wie man sich im Verkehr verhält", sagt Christian Gratzer vom VCÖ zur "Wiener Zeitung". Eine Viertelstunde bzw. zweimal 1,5 Kilometer Schulweg pro Tag zu Fuß gehen sei Volksschulkindern zumutbar. Außerdem könnten sie sich aufgrund der frühmorgendlichen Bewegung im Unterricht besser konzentrieren. Mindestens genauso wichtig sei es, verkehrsplanerische Maßnahmen wie breite Gehwege und übersichtliche Kreuzungen im Bereich von Schulen zu treffen.

Für Andreas Ehlers vom Verband der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen hat sogar Letzteres Priorität. Er plädiert - wie in Deutschland üblich - für das Modell "kiss and go": Die Schüler werden auf einem in der Nähe der Schule extra angelegten Parkplatz entlassen und erreichen über einen gesicherten, kurzen Fußweg die Schule. "Die Eltern müssen also nicht in dritter, vierter Spur direkt vor dem Schultor halten, um die Kinder aussteigen zu lassen", so Ehlers.

"Kohlendioxid einzuatmen ist nicht unbedingt gesund"
Von der Idee des Pedibus ist er nicht uneingeschränkt überzeugt. Vor allem, wenn die Schulen in Großstädten liegen, kehre sich der gesundheitliche Aspekt ins Gegenteil. "Das Kohlendioxid des Frühverkehrs einzuatmen ist nicht unbedingt gesund", sagt Ehlers. Langzeitfolgen seien möglich. "Das sollten Eltern bedenken, wenn ihre Kinder in der Stadt täglich zu Fuß in die Schule wackeln." In Wien gebe es daher keine Pedibusse. Wer seinen Schulweg über das öffentliche Verkehrsnetz zurücklegt, ist seiner Ansicht nach am ökologischsten, rasch und sicher unterwegs.

Spezielle Routen für Schulkinder in Wien
Für all jene Wiener Kinder, die trotzdem zu Fuß in die Schule gehen, haben die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und die MA 46 (Verkehrsorganisation) für nahezu jede Volksschule Schulwegpläne entwickelt (abrufbar unter www.auva.at/schulwegplaene-wien). Darauf sind das Einzugsgebiet der jeweiligen Schule und die sichersten Wege dorthin zu sehen. Spezielle Konflikt- und Gefahrenstellen sind extra gekennzeichnet. Eltern wird geraten, die sicherste Route gemeinsam mit dem Kind festzulegen und einzuüben. Und: Immer mit gutem Beispiel voranzugehen und nicht selbst einmal noch schnell bei Rot über die Kreuzung zu laufen, wenn das Kind dabei ist.

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Dokument erstellt am 2014-08-29 17:02:07
Letzte Änderung am 2014-08-29 17:12:32


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