• vom 10.03.2015, 16:06 Uhr

Schule


Bildung

Schulen als Orte der sprachlichen Vielfalt




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  • Schon 21 Prozent der Schüler haben auch andere Umgangssprache als Deutsch.



Wien. In Österreichs Schulen werden rund 80 Umgangssprachen gesprochen, von Türkisch bis Urdu. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache ist im Schuljahr 2013/14 trotz allgemein sinkender Schülerzahlen erneut gestiegen. Mittlerweile sprechen rund 234.000 im Alltag auch eine andere Sprache als Deutsch, wie eine auf Zahlen der Statistik Austria basierende Aufstellung der Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen zeigt. Das sind rund 21 Prozent aller Schüler.

Die meisten Schüler mit einer anderen Umgangssprache finden sich anteilsmäßig wie in den vergangenen Jahren in Wien mit 46 Prozent. In der vom Bildungsministerium herausgegebenen Auflistung "Bildung in Zahlen 2011/12" hatten in Wien 44 Prozent der Schüler eine andere Umgangssprache.


Dahinter folgen Vorarlberg (22 Prozent) und Salzburg (18 Prozent), die wenigsten Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache gibt es in Kärnten (11 Prozent). Am höchsten ist der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache an den Sonderschulen (31 Prozent), gefolgt von Neuen Mittelschulen (NMS) und Polytechnischen Schulen (PTS) mit je 28 Prozent und Volksschulen (27 Prozent). An den AHS beträgt er 17 Prozent, an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) 16 und an den Berufsschulen zwölf Prozent.

Zwei Drittel der Hauptschüler sprechen andere Sprache
In Wien sprechen bereits zwei Drittel der Hauptschüler/Neuen Mittelschüler sowie Schüler an Polytechnischen Schulen eine andere Sprache als Deutsch. Interessantes Detail: Der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache ist an öffentlichen Schulen (21,5 Prozent) nur etwas höher als an Privatschulen (17 Prozent).

Die häufigste Umgangssprache der Schüler nach Deutsch (876.000) ist die allerdings in diversen Kategorien ausgewiesene bosnisch/serbisch/kroatische Sprachfamilie mit insgesamt rund 67.000 Schülern, gefolgt von Türkisch (59.000) und Albanisch (16.000). Etwas mehr als 11.000 Schüler gaben Rumänisch als Umgangssprache an.

Zahl deutscher Schüler
steigt stark

Die Aufschlüsselung nach Nationalitäten zeichnet ein etwas anderes Bild. Denn nur elf Prozent der Schüler 2013/14 werden auch tatsächlich als Ausländer geführt, wobei dabei die 13.600 deutschen Staatsbürger noch hinzukommen, deren Anteil übrigens eine stark steigende Tendenz aufweist. Die meisten Schüler ohne österreichische Staatsbürgerschaft kommen noch aus der Türkei (16.100), gefolgt von Serbien/Montenegro (14.100). Deren Anzahl hat in den vergangenen Jahren entweder kontinuierlich abgenommen oder ist stagniert.




Schlagwörter

Bildung, Migration, Schulen

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Dokument erstellt am 2015-03-10 16:11:06


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