• vom 15.06.2011, 09:28 Uhr

Schule

Update: 27.06.2011, 18:33 Uhr

Kinder

Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr angedacht




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Von WZ Online

  • Für Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen
  • Idee stößt auf positive Resonanz.
  • Verlängerung für Gratisjahr im Ministerrat.

Ein Kindergarten in Breitensee, Niederösterreich. - © apa / Harald Schneider

Ein Kindergarten in Breitensee, Niederösterreich. © apa / Harald Schneider

Wien. Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) wünscht sich ein zweites verpflichtendes Gratis-Kindergartenjahr. Für Kinder ohne bzw. mit schlechten Deutschkenntnissen sei ein Jahr "definitiv zu wenig", erklärte er am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal. Die Idee stößt durchwegs auf Zustimmung. Fraglich sei allerdings die finanzielle Umsetzung.

Wer es braucht, sollte nicht durch Tests, sondern an "Schnuppertagen" festgestellt werden. Gratis sollte es vormittags aber für alle Kinder sein. Das bereits bestehende verpflichtende Gratisjahr für Fünfjährige bezeichnete Kurz vor dem Ministerrat als "integrationspolitischen Meilenstein". Die Bundesunterstützung dafür wird am Mittwoch im Ministerrat verlängert. Für die Kindergartenjahre 2011/2012 und 2012/2013 wird es jeweils 70 Mio. Euro geben.


Unterstützung ja, Finanzierung offen

Die "vollste Unterstützung" für die Forderung erhält Kurz von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP). Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) wies am Mittwoch vor dem Ministerrat gegenüber Journalisten allerdings darauf hin: "Die Finanzierungsfrage ist eine ganz entscheidende."

Zustimmung kommt auch von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP): "Die Idee, die er hatte ist eine gute." Die Finanzierung eines zweiten Gratis-Jahres ist allerdings offen. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) verwies auf die Bundesländer: "Das ist Ländersache." Auch Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hält die Idee zwar für interessant, als erstes müsse jedoch die Finanzierung geklärt werden. Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) geht davon aus, dass sich die Länder mit dem Vorschlag auseinandersetzen werden.

Heinisch-Hosek "total dafür"
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) begrüßt Kurz' Vorschlag jedenfalls "total". Ihr geht es dabei um alle Kinder, nicht nur jene, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. "Über die Finanzierung muss man sich Gedanken machen. Wenn aber der politische Wille da ist, ist auch das Geld da", erklärte die Ministerin. (APA)




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Dokument erstellt am 2011-06-15 09:28:00
Letzte Änderung am 2011-06-27 18:33:41


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