• vom 17.11.2016, 16:07 Uhr

Schule

Update: 17.11.2016, 17:38 Uhr

Bildung

Zahlreiche Hürden für Ganztagsschule




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  • Der von der Regierung geplante Ausbau stößt bei Ländern, Städten und der Lehrergewerkschaft auf Widerstand.

Über den Bock müssen noch einige springen, damit Österreichs Schüler überall in den Genuss von Ganztagsschulen kommen.

Über den Bock müssen noch einige springen, damit Österreichs Schüler überall in den Genuss von Ganztagsschulen kommen.© fotolia/Matthias Ott Über den Bock müssen noch einige springen, damit Österreichs Schüler überall in den Genuss von Ganztagsschulen kommen.© fotolia/Matthias Ott

Wien. Die Regierungspläne zum Ausbau der Ganztagsschule beziehungsweise der Ferienbetreuung stoßen auf Kritik in den Ländern und der Lehrergewerkschaft. Die Länder stoßen sich an der Mittelverteilung, die Gewerkschaft will verhindern, dass Lehrer für Ferienbetreuung herangezogen werden. Die Kirche wiederum will Geld auch für die konfessionellen Privatschulen lukrieren, heißt es in den Begutachtungs-Stellungnahmen.

Der zwischen SPÖ und ÖVP akkordierte Entwurf eines Bildungsinvestitionsgesetzes sieht die Verteilung von 750 Millionen Euro für den Ausbau der Ganztagsschulen bis 2025 vor. Demnach sollen 428 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen und Freizeitbetreuung aufgewendet werden, 248 Millionen Euro für Lehrerkosten an Pflichtschulen und 74 Millionen für AHS und Praxisschulen.


Ziel des Gesetzes ist es, die verschränkte Form der Ganztagsschule auszubauen (Wechsel aus Unterricht, Lern- und Freizeit über den ganzen Tag mit verpflichtender Anwesenheit), wobei aber grundsätzlich auch offene Ganztagsschulen (Unterricht am Vormittag, Lern- und Freizeit am Nachmittag ohne Anwesenheitspflicht) gefördert werden können. Künftig soll ein "flächendeckendes Angebot an schulischer Tagesbetreuung auch in verschränkter Form in einem Umkreis von maximal 20 km zum Wohnort zur Verfügung stehen", heißt es im Gesetzesentwurf. Außerdem sollen mit den Mitteln auch "außerschulische Betreuungsangebote während der Ferienzeiten" an den Standorten gefördert werden.

Lehrer wollen Ferienbetreuung nicht übernehmen
Beim letzten Punkt setzt die Kritik der Lehrergewerkschaft an. Sie ist zwar nicht gegen die Förderung von Ferienbetreuung an Schulen an sich. Allerdings ist als Bedingung für die Gewährung von Zweckzuschüssen des Bundes neben etwa Freizeitpädagogen und Erziehern auch wahlweise der Einsatz von Lehrern dabei vorgesehen. Das ist für die Lehrervertreter "nicht akzeptabel": "Lehrerinnen und Lehrer müssen für vorgesehene Betreuungsangebote an ganztägigen Schulformen in den Ferienzeiten . . . unbedingt herausgenommen werden!!!"

Bischofskonferenz und Evangelische Kirche stört vor allem, dass die Förderung des Bundes zum Ganztagsschulausbau nur öffentlichen Schulen zugutekommen soll. Sie pochen auf die Aufnahme der konfessionellen Privatschulen.

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Dokument erstellt am 2016-11-17 16:11:05
Letzte Änderung am 2016-11-17 17:38:12


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