• vom 20.02.2018, 20:35 Uhr

Schule

Update: 20.02.2018, 20:57 Uhr

Bifie-Test

Mathematik macht Schülern weiter Probleme




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  • Rund 15 Prozent der Schüler haben selbst mit einfachsten Mathe-Aufgaben Probleme.

15 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben Mühe mit den einfachsten Mathematikaufgaben. - © APAweb / dpa, Heiko Wolfraum

15 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben Mühe mit den einfachsten Mathematikaufgaben. © APAweb / dpa, Heiko Wolfraum



Wien. Die Schüler in den vierten Klassen AHS, Neue Mittelschule (NMS) und Hauptschule (HS) haben bei den im Vorjahr durchgeführten Bildungsstandard-Tests in Mathematik im Vergleich zur Erhebung 2012 leicht bessere Ergebnisse erzielt. Nach wie vor haben aber 15 Prozent der Schüler "Mühe mit den einfachsten Mathematikaufgaben und erreichen die Bildungsstandards nicht", heißt es im Ergebnisbericht.

Für die Erhebung wurden im Mai 2017 rund 72.700 Schüler der achten Schulstufe durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) getestet und in vier Kategorien eingeteilt: Demnach erreichen 52 Prozent der Jugendlichen die Bildungsstandards komplett. Sie verfügen somit "über die entsprechenden mathematischen Kompetenzen und können diese Fähigkeiten und Fertigkeiten in variablen Situationen flexibel einsetzen". Sechs Prozent übertrafen das sogar, 27 Prozent erreichten die Standards teilweise. Das bedeutet, dass sie "ihre mathematischen Kenntnisse in bekannten Kontexten einsetzen können."


15 Prozent erreichten
die Standards nicht

Im Vergleich zur Erhebung 2012 verringerte sich der Anteil jener, die die Standards nicht erreichen, um zwei Prozentpunkte (2012: 17 Prozent). Ein tendenzieller Anstieg (ein Prozentpunkt) ist umgekehrt bei den Spitzenschülern zu verzeichnen. In Punkten ausgedrückt verbesserte sich das Ergebnis von 535 auf 542 Punkte. Seit der Ausgangsmessung im Jahr 2009 - zum Zeitpunkt der Einführung von Bildungsstandard - ist der Mittelwert sogar um 42 Punkte angestiegen.

Nach Bundesländern erreichte wie schon 2012 Oberösterreich den besten Wert (554). Dahinter folgen dicht gedrängt Salzburg (550), die Steiermark (549) und Tirol (548). In etwa den Österreich-Mittelwert erreichten Niederösterreich (545) und Vorarlberg (543), darunter blieben das Burgenland (535), Kärnten (532) und Wien (520). Gegenüber 2012 gab es in allen Bundesländern Verbesserungen - am höchsten fielen sie in Vorarlberg (plus 16) und der Steiermark (plus 15) aus, am geringsten in Wien (drei) und Niederösterreich (vier). Die Leistungsunterschiede zwischen den Bundesländern sind laut Bericht "moderat" und "erklären sich zu einem großen Teil durch Unterschiede in der Zusammensetzung der Schülerschaft".

Die AHS-Schüler erzielten mit einem Mittelwert von 599 Punkten deutlich bessere Ergebnisse als jene an Pflichtschulen (511). Diese Unterschiede sind vor allem eine Folge der Schulwahlentscheidung nach der Volksschule, heißt es im Bericht. Bei den Mathe-Bildungsstandards in der vierten Klasse Volksschule 2013, für die die gleichen Schüler getestet worden waren, waren diese Leistungsunterschiede bereits vorhanden (die Schüler mussten damals ankreuzen, ob sie in eine AHS oder eine Pflichtschule wechseln.). "Die Unterschiede am Ende der 8. Schulstufe zwischen den Schulsparten spiegeln im Wesentlichen diese Eingangsvoraussetzungen wider." Gegenüber der letzten Standardüberprüfung in der achten Schulstufe 2012 blieb die Leistung der AHS-Schüler konstant, jene der Pflichtschüler (NMS, HS) verbesserte sich leicht.

Burschen etwas
besser als Mädchen

Wie bei Mathe-Überprüfungen üblich, erzielten die Burschen (545 Punkte) bessere Ergebnisse als die Mädchen (538) - der Unterschied fällt mit sieben Punkten aber eher gering aus. "Beträchtlich" sind dagegen die Unterschiede zwischen den Schülern ohne und mit Migrationshintergrund sowie mit und ohne Deutsch als Erstsprache. Jugendliche ohne Migrationshintergrund schneiden im Schnitt um 64 Punkte besser ab als Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit deutscher Erstsprache um 69 Punkte besser als ihre Kollegen ohne deutsche Erstsprache. Diese Unterschiede reduzieren sich auf rund 40 Punkte, wenn man jeweils Schüler mit und ohne Migrationshintergrund - also mit deutscher oder eben anderer Erstsprache - mit gleichem Sozialstatus vergleicht.

Wie schon bei früheren Tests gibt es weiterhin einen "starken Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss der Eltern und den schulischen Leistungen ihrer Kinder". Der mittlere Leistungsunterschied zwischen Jugendlichen, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben, und Jugendlichen, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss aufweisen, beträgt 101 Punkte. Dieser Unterschied zieht sich durch alle Bildungsabschlüsse: Jugendliche mit Eltern mit Lehrabschluss liegen im Schnitt hinter jenen mit Eltern mit Matura, diese zeigen wiederum im Schnitt geringere Leistungen als Kinder von universitär gebildeten Eltern.




Schlagwörter

Bifie-Test, Bildung, Mathematik

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Dokument erstellt am 2018-02-20 20:38:28
Letzte Änderung am 2018-02-20 20:57:14


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