• vom 29.05.2018, 06:00 Uhr

Schule


OECD-Studie

Bildung türkischer Kinder sinkt




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  • OECD: Integration von Müttern entscheidend für Chancen der Kinder.

Brüssel/Wien. Eine neue OECD-Studie liefert Anhaltspunkte für gelingende Integration. "Die Integration der Migrantenmütter ist entscheidend für die Integration der Kinder", sagte Thomas Liebig von der OECD anlässlich der Präsentation einer EU-weiten Studie am Montag der APA. Daher müsse gerade in die Integration zugewanderter Frauen investiert werden.

Für Österreich zeigt sich nämlich, dass die Bildungslücke zwischen den Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund zugenommen hat. "In den 30 Jahren zwischen 1981 und 2011 sind die Chancen für zwölfjährige Schüler mit türkischer Staatsbürgerschaft, eine akademische Ausbildung zu erhalten, sogar gesunken", heißt es in der von den Wiener Ökonomen Wilfried Altzinger und Alyssa Schneebaum durchgeführten Teilstudie zu Österreich. Die Lücke zu den Schülern mit österreichischer Staatsbürgerschaft sei von 57 auf 62 Prozent gestiegen.


Allerdings zeigt die Studie, dass die Zuwandererkinder EU-weit bei Bildung und Beschäftigung im Vergleich zu den Einheimischen aufholen und teilweise sogar besser abschneiden als sie. In Österreich etwa zeigen Kinder von niedrigqualifizierten Migranten bessere Bildungsergebnisse als die Kinder von niedrigqualifizierten Einheimischen. Dies gelte allerdings nur für männliche Jugendliche, bei Mädchen sei es umgekehrt. Weil aber gerade das Bildungsniveau von Frauen "einen stark positiven Einfluss auf die Integration ihrer Kinder" habe, müsse mehr in die Integration zugewanderter Frauen investiert werden.




Schlagwörter

OECD-Studie, Migration

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Dokument erstellt am 2018-05-28 21:07:01


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