• vom 05.06.2018, 20:00 Uhr

Schule

Update: 06.06.2018, 14:52 Uhr

Future Challenge

Das sind unsere Sieger




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Von Cathren Landsgesell

  • Festlicher Abschluss im NHM: Die "Wiener Zeitung" feierte mit den Gewinnern der Future Challenge.

Die Auszeichnung im Naturhistorischen Museum: die Preisträger der diesjährigen Future Challenge "Leben 2030" mit ihren Lehrern und mit der Jury. Wir gratulieren! - © Simon Rainsborough

Die Auszeichnung im Naturhistorischen Museum: die Preisträger der diesjährigen Future Challenge "Leben 2030" mit ihren Lehrern und mit der Jury. Wir gratulieren! © Simon Rainsborough



Die diesjährige Future Challenge zum Thema "Leben 2030" ist am gestrigen Dienstag, dem 5. Juni, feierlich zu Ende gegangen.

Die vier siegreichen Teams des Videowettbewerbs nahmen ihre Awards bei der Gala im Naturhistorischen Museum in Wien aus den Händen von Peter Gönitzer, Geschäftsführer von Wien Energie, und von Wolfgang Riedler, Geschäftsführer der "Wiener Zeitung", sowie von Walter Hämmerle, Chefredakteur der "Wiener Zeitung", entgegen.

Optimismus vs. Zukunftsskepis

Bildungsminister Heinz Faßmann stimmte in seiner Keynote auf den Abend ein, der von Mona Müller, w24, moderiert wurde. "Österreich muss keine Angst vor der Zukunft haben, wenn es Schüler und Schülerinnen wie Sie gibt", erklärte der Bildungsminister dem mehrheitlich jugendlichen Publikum und suchte damit der Zukunftsskepis, die in vielen Videos des Wettbewerbs zum Ausdruck kam, eine optimistische Wendung zu geben.

Unter Schülern: Bildungsminister Heinz Faßmann (m) vor seiner Keynote. Links von ihm Peter Gönitzer, Geschäftsführer Wien Energie.

Unter Schülern: Bildungsminister Heinz Faßmann (m) vor seiner Keynote. Links von ihm Peter Gönitzer, Geschäftsführer Wien Energie.© Simon Rainsborough Unter Schülern: Bildungsminister Heinz Faßmann (m) vor seiner Keynote. Links von ihm Peter Gönitzer, Geschäftsführer Wien Energie.© Simon Rainsborough

Der "Gold Award" der Future Challenge ging an das Projektteam der HTL Donaustadt für ihr Video "Leben 2030". Die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik der Stadt Wien, bafep21, holte mit "From the Basics to the Future" den "Silver Award". Die Klasse 2BHIT der HTL Villach konnte mit dem Animationsfilm "Die Welt in 2030" überzeugen und erhielt den "Bronze Award". Der "Special Award" der "Wiener Zeitung" ging an die HLWM Annahof in Salzburg für den Film "Our Choice".

Der Gold Award: Das Projektteam der HTL Donaustadt gerahmt von Peter Göntizer, Wien Energie (links), und Wolfgang Riedler, Wiener Zeitung (rechts).

Der Gold Award: Das Projektteam der HTL Donaustadt gerahmt von Peter Göntizer, Wien Energie (links), und Wolfgang Riedler, Wiener Zeitung (rechts).© Simon Rainsborough Der Gold Award: Das Projektteam der HTL Donaustadt gerahmt von Peter Göntizer, Wien Energie (links), und Wolfgang Riedler, Wiener Zeitung (rechts).© Simon Rainsborough

In vielen Filmen der Future Challenge, auch bei den vier siegreichen Arbeiten, geht es um Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Klimawandel. "Wir freuen uns zu sehen, dass die Jugendlichen in Bezug auf die Umwelt ein ausgeprägtes Problembewusstsein haben", sagte Peter Gönitzer, Geschäftsführer von Wien Energie. "Ich bin ein Grundoptimist und überzeugt, dass es uns gelingt, die Herausforderungen zu meistern, weil wir die Zukunft gemeinsam gestalten können." Für 2030 wünsche er sich "viel erneuerbare Energie" als eine Antwort auf den Klimawandel: "Das ist der Weg in eine nachhaltige Zukunft." Wien Energie ist der Partner der "Wiener Zeitung" bei der Future Challenge "Leben 2030".

Silver Award: Das Projektteam der Bidlungsanstalt für Elementarpädagogik, bafep21, mit Peter Gönitzer und Wolfgang Riedler.

Silver Award: Das Projektteam der Bidlungsanstalt für Elementarpädagogik, bafep21, mit Peter Gönitzer und Wolfgang Riedler.© Simon Rainsborough Silver Award: Das Projektteam der Bidlungsanstalt für Elementarpädagogik, bafep21, mit Peter Gönitzer und Wolfgang Riedler.© Simon Rainsborough

Der Geschäftsführer der "Wiener Zeitung", Wolfgang Riedler, zeigte sich ebenfalls von der Qualität der Arbeiten beeindruckt und bedankte sich bei den Schülern für das große Engagement und die kritischen Impulse: "Ich wünsche mir für die Schüler und Schülerinnen, dass sie zuversichtlich sind und sagen: 'Das Problem löse ich'", so Riedler.

Der Weg zum Award war lang für die drei letztlich siegreichen Projekte: Die Gold, Silver und Bronze Awards haben ein öffentliches Voting auf dem Videoportal "YouTube" und eine Jury-Entscheidung hinter sich. Dieser Expertenjury gehörten neben der Bildungspsychologin Christiane Spiel der Spartenbildungsbeauftragte und Innungsmeister der Dachdecker, Glaser und Spengler der Wirtschaftskammer Wien, Alexander Eppler, die Regisseurin und Produzentin Nina Kusturica und der Filmemacher Paul Poet an.

Bronze Award: Das Projektteam der HTL Villach mit Peter Gönitzer und Wolfgang Riedler.

Bronze Award: Das Projektteam der HTL Villach mit Peter Gönitzer und Wolfgang Riedler.© Simon Rainsborough Bronze Award: Das Projektteam der HTL Villach mit Peter Gönitzer und Wolfgang Riedler.© Simon Rainsborough

"Angstlos ins Schwarze sehen zu können, ist eine tolle Fähigkeit"

Die in den Filmen formulierten kritischen Fragen an Politik und Gesellschaft steckten am Dienstagabend den Rahmen für eine Podiumsdiskussion der Jury mit den Schülern ab. Chefredakteur Hämmerle moderierte diese Debatte.

"Angstlos ins Schwarze sehen zu können, ist eine tolle Fähigkeit", erklärte Filmemacher und Autor Poet bezugnehmend auf den dystopischen Tenor, der viele Videos charakterisiert und Expertenjury wie auch Redaktionsjury überrascht und betroffen gemacht hat. "Ich möchte mich eher bei den Schülern dafür bedanken, dass sie diesen Mut zur Dystopie haben."

Special Award: Das Projektteam der HLWM Annahof mit Peter Gönitzer, Walter Hämmerle und Wolfgang Riedler.

Special Award: Das Projektteam der HLWM Annahof mit Peter Gönitzer, Walter Hämmerle und Wolfgang Riedler.© Simon Rainsborough Special Award: Das Projektteam der HLWM Annahof mit Peter Gönitzer, Walter Hämmerle und Wolfgang Riedler.© Simon Rainsborough

"Ist es denn wirklich so schlimm?" hatte Moderatorin Müller zuvor noch nachgefragt. "Ja", war ihr von den Machern des Films "Leben 2030" von der HTL Donaustadt beschieden worden. "Wir wollten einfach ehrlich sein. Wir hoffen, dass eine extreme Geschichte die Augen öffnet für die Gefahren", so der Vertreter des Projektteams, das bei dieser Future Challenge den Gold Award holte. In dem Film der HTL Donaustadt ist Natur nur noch als Virtual Reality erfahrbar.

Die Angst vor dem unwiederbringlichen Verlust der Natur zieht sich thematisch durch fast alle Arbeiten. Hinzu kommt Skepsis gegenüber den Errungenschaften der Technik: Die allumfassende Digitalisierung wird kritisch beäugt und nicht vorbehaltlos begrüßt.

"Wir sind das Fundament": Wolfgang Kolar (m), Schüler der HLWM Annahof bei der Podiumsdiskussion. Links Bildungspsychologin Christiane Spiel, rechts Bildungsbeauftragter der Wirtschaftskammer Alexander Eppler, Filme macher Paul Poet und Chefredakteur Walter Hämmerle.

"Wir sind das Fundament": Wolfgang Kolar (m), Schüler der HLWM Annahof bei der Podiumsdiskussion. Links Bildungspsychologin Christiane Spiel, rechts Bildungsbeauftragter der Wirtschaftskammer Alexander Eppler, Filme macher Paul Poet und Chefredakteur Walter Hämmerle.© Simon Rainsborough "Wir sind das Fundament": Wolfgang Kolar (m), Schüler der HLWM Annahof bei der Podiumsdiskussion. Links Bildungspsychologin Christiane Spiel, rechts Bildungsbeauftragter der Wirtschaftskammer Alexander Eppler, Filme macher Paul Poet und Chefredakteur Walter Hämmerle.© Simon Rainsborough

"Es ist unsere Entscheidung, wie die Zukunft aussieht"

Der "Special Award" der Redaktion wurde von deren Mitgliedern in langen Diskussionen und nach Sichtung aller eingereichten 61 Videos gewählt. "Die warnende Haltung vieler Filme hat uns ebenfalls sehr beschäftigt", sagte Mathias Ziegler, Redakteur der "Wiener Zeitung" und Mitglied der Redaktionsjury, schon im Vorfeld zur Begründung der Jury-Entscheidung. "Wir haben bei der Wahl unseres Favoriten bewusst ein Video gewählt, das aufzeigt, dass wir es selbst in der Hand haben, unsere Zukunft auch positiv zu gestalten." Am gestrigen Abend ergänzte Walter Hämmerle: "'Our Choice', der Titel des Videos, ist eine tolle Botschaft von Euch an uns alle. Es ist unsere Entscheidung, wie die Zukunft aussieht". In dem Film der HLWM Annahof geht es um Gemeinschaft und gesellschaftliches Zusammenleben. Der Film zeigt Alternativen zu Ausgrenzung und Homophobie. "Wir sind als Jugendliche tatsächlich das Fundament für die Zukunft", sagte Wolfgang Kolar, stellvertretend für das Projektteam. "Wie die Zukunft aussieht, ist eine Frage von Entscheidungen, die man in der Gegenwart trifft."

Bildungspsychologin Christiane Spiel bei der Podiumsdiskussion.

Bildungspsychologin Christiane Spiel bei der Podiumsdiskussion.© Simon Rainsborough Bildungspsychologin Christiane Spiel bei der Podiumsdiskussion.© Simon Rainsborough

"Bildung ist der Schlüssel"

Christiane Spiel, Bildungspsychologin, verwies darauf, dass die Schule einen nicht unerheblichen Anteil daran hat, wie selbstbewusst und zuversichtlich Jugendliche mit Problemen umzugehen lernen. "Wenn man nicht davon überzeugt ist, dass man Probleme auch lösen kann, kann man eigentllich nur verzweifeln", erklärte sie. An die Schüler und die Politik appellierte sie, den Wert von Bildung nicht zu unterschätzen: "Bildung ist letztlich der Schlüssel für die Lösung vieler Probleme: Wer gebildeter ist, lebt gesünder, umweltfreundlicher und hat mehr Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten."




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Dokument erstellt am 2018-06-05 17:34:18
Letzte Änderung am 2018-06-06 14:52:12


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