• vom 08.10.2018, 21:31 Uhr

Schule

Update: 08.10.2018, 21:55 Uhr

Bildungssystem

Mehr Hilfe für Brennpunktschulen




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  • Schulen, die bei Bildungsstandardtests unter Erwartungen lagen, erhalten mehr Unterstützung.

Schulen mit besonders vielen Zuwanderern und schlechten Testergebnissen werden ganz speziell gefördert.

Schulen mit besonders vielen Zuwanderern und schlechten Testergebnissen werden ganz speziell gefördert.© apa/Harald Schneider Schulen mit besonders vielen Zuwanderern und schlechten Testergebnissen werden ganz speziell gefördert.© apa/Harald Schneider

Wien. An 569 Schulen in Österreich haben bei den Bildungsstandard-Überprüfungen extrem viele Schüler schlecht abgeschnitten - und zwar noch schlechter, als angesichts der Zusammensetzung der Schülerschaft zu erwarten war. Mit dem Projekt "Grundkompetenzen absichern" bekommen laut Bildungsministerium derzeit 261 dieser Brennpunktschulen eine mehrjährige Spezialförderung durch multiprofessionelle Teams.

Besonders viele Volksschulen im Programm

Bildungsvergleichsstudien wie Pisa und die Bildungsstandard-Überprüfungen zeigen, dass in Österreich 15 bis 20 Prozent der Schüler am Ende der Volksschule beziehungsweise der Schulpflicht grobe Schwächen in Lesen, Schreiben und Rechnen haben. Die meisten "Schulen mit großen Herausforderungen" sind Volksschulen (351 Standorte), der Rest sind Neue Mittelschulen (218). Im Vorjahr wurde deshalb vom Bildungsressort noch unter SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid das Förderprogramm "Grundkompetenzen absichern" gestartet.

Für das Ministerium haben dabei jene Standorte Priorität, in denen besonders viele Schüler (mindestens 20 Prozent) in gleich mehreren Bereichen die Bildungsziele nicht erreicht haben und die zusätzlich beim "fairen Vergleich", bei dem die Rahmenbedingungen vor Ort berücksichtigt werden, unterdurchschnittlich abgeschnitten haben.

Im Schuljahr 2017/18 wurde das Förderprogramm mit österreichweit 143 Schulen begonnen, 2018/19 kommen weitere 118 Schulen dazu. Voraussichtlich bis 2020/21 sollen dann 501 der insgesamt 569 "Schulen mit großen Herausforderungen" an diesem teilnehmen. Bei den übrigen Standorten geht das Ministerium in Absprache mit der Schulaufsicht davon aus, dass sie ihre Ergebnisse auch ohne externe Unterstützung verbessern werden.

Mindestens zwei Jahre lang sollen die Standorte von Experten der Bildungsdirektionen, von Schulentwicklungsberatern und Fachdidaktikern der Pädagogischen Hochschulen (PH) sowie Schulpsychologen begleitet werden. Das Projekt ist bis August 2022 angelegt. Konkret sollen die externen Fachleute die jeweiligen Schulen dabei unterstützen, so früh wie möglich die Stärken und Schwächen der Schüler zu erkennen und individuell zu fördern. Die Experten geben nicht nur Tipps zur Verbesserung des Unterrichts, sondern behandeln auch Fragen des Zusammenlebens im Schulalltag, etwa ob die Regeln auch klar genug formuliert sind.

Vorbild ist Programm aus London

Vorbild des Förderprogramms war laut Bildungsministerium die "London Challenge": Dabei wurden ab 2003 Schulen in der britischen Hauptstadt, an denen es besonders viele Kinder von Zuwanderern und aus sozial benachteiligten Familien gab und die bei Leistungsvergleichen unterdurchschnittliche Ergebnisse aufwiesen, durch individuelle Begleitung durch Wissenschafter, Lernstandsdiagnosen der Schüler und Zusammenarbeit mit anderen Schulen mit ähnlichem Klientel gezielt unterstützt. Fünf Jahre nach Start des Programms fielen die Ergebnisse der Londoner Schulen deutlich besser aus.





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Dokument erstellt am 2018-10-08 16:57:39
Letzte Änderung am 2018-10-08 21:55:12


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