• vom 23.06.2013, 12:00 Uhr

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Ars docendi

Premiere für Staatspreis für exzellente Lehre




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  • "Ars docendi" an sieben Wissenschafter
  • Jeweils mit 5.000 Euro dotierter Preis wird am 2. Juli verliehen.

Wien. Erstmals wird am 2 Juli der "Ars docendi", der "Staatspreis für exzellente Lehre an den öffentlichen Universitäten Österreichs, verliehen. Der vom Wissenschaftsministerium, der Universitätenkonferenz (uniko) und der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) ins Leben gerufene Preis "Ars docendi" wird in fünf Fachkategorien vergeben und ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Zudem wird die Umsetzung zweier besonders innovativer Lehrkonzepte gewürdigt, die an keine bestimmte Kategorie gebunden sind. Auch diese Konzepte werden jeweils bis zu einer Höhe von 5.000 Euro finanziell unterstützt.

Information

Studierendenvertreter und Rektoren waren eingeladen, bis 5. April 2013
Kandidaten für den "Ars docendi" vorzuschlagen. Die Nominierungen und Vorschläge
wurden von einer Jury aus internationalen und
nationalen Fachleuten beurteilt. Der Preis soll künftig
alle zwei Jahre verliehen werden. Die Preisverleihung findet am 2. Juli 19:00
Uhr in der Aula der Wissenschaften statt.


Den "Ars docendi - Staatspreis für exzellente Lehre an den öffentlichen Universitäten Österreichs" in den fünf Kategorien erhalten:
- Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften: o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Konstanze FLIEDL, Universität Wien
- Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften: ao. Univ.-Prof. DI. Dr. Wolfgang FELLIN, Universität Innsbruck
- Medizin: Dr. Thomas WEGSCHEIDER, Medizinische Universität Graz
- Wirtschaft/Recht: Ass.-Prof. Mag. Dr. Herbert STOCKER, Universität Innsbruck
- Kunst/Musik: o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin HOCHLEITNER, Kunstuniversität Linz

Die Preisträgerinnen im Bereich innovative Lehrkonzepte:
- o. Univ.-Prof. Helmi VENT, Universität Mozarteum Salzburg
- Ass.-Prof. Dr. Silke MEYER, Universität Innsbruck

"Mit dem Staatspreis für exzellente Lehre wollen wir für den Wert der Lehre Bewusstsein schaffen. Auch, weil die Qualität der Lehre entscheidend für ein Studium ist und es viele engagierte Lehrende gibt, die genau in diesem Sinne agieren", sagt Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Insgesamt waren 76 Anträge für 98 Personen an 17 Universitäten eingelangt. "Das ist der eindrücklichste Beweis, dass dieser Staatspreis einen zentralen Aspekt der Universität erfasst, der bisweilen oft zu Unrecht im Schatten der Forschung steht", gratuliert Töchterle allen Preisträgern – "diese öffentliche Anerkennung soll Auszeichnung und Anreiz zugleich sein".

ÖH: "Forschung leider oft nur 'notwendiges Übel'"
"Als Stiefkind der Forschung wird die Lehre leider oft nur als 'notwendiges Übel' betrachtet. Innovative Konzepte sind wichtig, um die Einheit von Forschung und Lehre nicht zu gefährden und um die Studierenden wieder in den Mittelpunkt der Lehre zu rücken", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Studierende sind zentral für die Lehre und müssen deshalb auch eingebunden werden. Dieser Grundsatz hat auch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Qualität der Lehre in Forum Hochschule geprägt: Weg von der sprichwörtlichen Vorlesung hin zu gemeinsamen Erkenntnisgewinn und Einbeziehung in die Forschung der Lehrenden. Mit dem Lehrpreis wurde ein wichtiger Schritt getan, dem noch viele weitere folgen müssen."

"Immer mehr Universitäten haben in den vergangenen Semestern durch die Einführung von unterschiedlichen Lehrpreisen den steigenden Stellenwert exzellenter und innovativer Lehre dokumentiert", sagt uniko-Generalsekretärin Elisabeth Fiorioli. Mit dem "Ars Docendi Staatspreis" sollte dieser Trend auch auf nationaler Ebene einen zusätzlichen Schub erhalten und damit das Bewusstsein für die Bedeutung der Lehre bei den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern weiter schärfen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-06-21 15:18:20
Letzte Änderung am 2013-06-21 15:57:03


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