• vom 18.06.2018, 13:37 Uhr

Uni

Update: 18.06.2018, 13:41 Uhr

Studiengebühren

Uni Innsbruck erstattet Berufstätigen Studienbeitrag zurück




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Von WZ Online, apa

  • Bei maximal 1.500 Euro Verdienst pro Monat und einer Studienleistung muss mindestens 16 ECTS pro Studienjahr.

Innsbruck. Die Uni Innsbruck wird berufstätigen Langzeitstudenten die Studiengebühren, die sie ab Herbst zahlen müssen, rückerstatten. Voraussetzung dafür sind ein Mindestjahresverdienst im Ausmaß einer geringfügigen Beschäftigung und ein Höchstverdienst von 1.500 Euro brutto pro Monat. Zudem muss eine Studienleistung von mindestens 16 ECTS pro Jahr erbracht werden, kündigte Rektor Tilmann Märk am Montag an.

All jene, die diese Voraussetzungen erfüllen, können rückwirkend die Erstattung des Studienbeitrags bei der Universität beantragen. Notwendig sei diese Maßnahme aufgrund des Auslaufens der Studiengebühren-Befreiung für berufstätige Langzeitstudenten geworden, erklärte Johanna Beer, Vorsitzende der ÖH Innsbruck. Die Universität Innsbruck nehme damit österreichweit eine Vorreiterrolle ein, sagte Beer, die diese Regelung als "starkes Signal" seitens der Uni wertete.

Die 16 ECTS entsprechen einem "prüfungsaktiv" betriebenen Studium. Zum Vergleich: Die Studienpläne sind so konzipiert, dass mit 60 absolvierten ECTS pro Studienjahr das jeweilige Studium in Mindeststudienzeit abgeschlossen wird.

"Studierende, die arbeiten, sollen nicht benachteiligt werden"

"Studierende, die arbeiten, sollen nicht benachteiligt werden", meinte Märk. Die Regelung soll ab dem Wintersemester 2018/19 gelten und probeweise für ein Jahr eingeführt werden. Danach müsse man die Maßnahme evaluieren und bewerten, so der Rektor, der einer "groben Schätzung" zufolge von rund 1.200 Betroffenen an der Uni Innsbruck ausgeht.

Die Verdienstgrenzen sollen pro Jahr gerechnet werden. Das bedeutet, dass die neue Regelung auch auf Studenten zutrifft, die beispielsweise alleine in den vorlesungsfreien Sommermonaten die Geringfügigkeitsgrenze erreichen. Man habe eine möglichst einfache und handhabbare Lösung finden wollen, erklärte der Rektor. Beer erhoffte sich zudem, durch die Verknüpfung der Rückerstattung mit einer gewissen Studienleistung einen "Ansporn" für die Studenten zu schaffen.

Eine weitere Neuerung soll die "Prüfungskultur" verbessern: Die Uni werde Studenten künftig nur noch einmal pro Studium eine fünfte Prüfungswiederholung ermöglichen, kündigte Märk an. Derzeit sind im Gesetz drei Wiederholungen vorgeschrieben, in Innsbruck ist man wesentlich großzügiger. Die neue Regelung soll "das Bewusstsein für die Prüfungskultur schärfen", hieß es.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-18 13:40:29
Letzte Änderung am 2018-06-18 13:41:13


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