• vom 11.10.2018, 11:14 Uhr

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Update: 11.10.2018, 11:25 Uhr

MORE-Studie

Forscher in Österreich sind überdurchschnittlich zufrieden




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Von WZ Online, APA

  • Es gibt aber Probleme bei den Karriereperspektiven und Doktoratsstudien.

Dieser "Pflegeroboter" wurde an der Uni Wien entwickelt. Generell sind Forscher an den österreichischen Hochschulen mit ihren Arbeitsbedingungen überdurchschnittlich zufrieden. 

Dieser "Pflegeroboter" wurde an der Uni Wien entwickelt. Generell sind Forscher an den österreichischen Hochschulen mit ihren Arbeitsbedingungen überdurchschnittlich zufrieden. © APAweb / Helmut Fohringer Dieser "Pflegeroboter" wurde an der Uni Wien entwickelt. Generell sind Forscher an den österreichischen Hochschulen mit ihren Arbeitsbedingungen überdurchschnittlich zufrieden. © APAweb / Helmut Fohringer

Wien. Die Forscher an österreichischen Hochschulen sind im EU-Vergleich mit ihren Arbeitsbedingungen überdurchschnittlich zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung im Rahmen der von der EU-Kommission beauftragten jüngsten MORE-Studie. Probleme sehen die heimischen Wissenschafter allerdings bei den Karriereperspektiven, Verbesserungspotenzial wird auch bei Doktoratsstudien geortet.

Für die MORE-Studien (Mobility of Researchers in the EU) wurden an Hochschulen tätige Wissenschafter auf verschiedenen Karrierestufen in den 28 EU-Staaten sowie aus der Schweiz, Norwegen und Island befragt. Damit soll die Mobilität der Forscher analysiert und so etwaige Hindernisse bei der Realisierung eines einheitlichen Forschungsraums ausgeräumt werden.

"Große Heterogenität in Europa ist bedenklich"

Generell orten Jürgen Janger, Agnes Kügler und Anna Strauss vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) in der Analyse der Daten in Europa eine "große Heterogenität der Hochschuleinrichtungen". Dies sei "in einem integrierten Forschungsraum mit hoher internationaler Mobilität bedenklich, da sie Prozesse asymmetrischer Mobilität und in der Folge eine Divergenz der Forschungsleistung zwischen den EU-Ländern in Gang setzen kann".

Bei den Arbeitsbedingungen zeigten sich die größten Unterschiede zwischen den EU-Ländern in den Karriere- und Mobilitätsperspektiven sowie der finanziellen Sicherheit. Bei der Zufriedenheit mit dem Gehalt spiegelt sich die relative wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der EU-Länder wider: Forscher in west- und nordeuropäischen Ländern wie unter anderem auch Österreich fühlen sich wesentlich besser bezahlt als ihre Kollegen in Süd- und Osteuropa. Ähnlich sieht es bei der Forschungsfinanzierung aus, wodurch "Anreize für geographische Mobilität zumindest innerhalb der EU entstehen, etwa als Alternative zu einem Ausscheiden aus einer akademischen Karriere".


Es mangelt an Karriereperspektiven für Jungwissenschaftler

In Österreich wird vor allem der Mangel an Karriereperspektiven für Jungwissenschafter als Problem gesehen. Generell seien "in kontinentaleuropäischen Systemen aufgrund der oftmals hierarchischen Lehrstuhlstruktur unbefristete Verträge und durchgängige Laufbahnen schwer zu erreichen". Zwar seien in Österreich parallel zur Befragung die Karrierewege reformiert worden - dieses österreichische Tenure-Track-Modell sei aber "noch nicht Standard bei der Stellenausschreibung". Bei den Doktoratsstudien wiederum herrsche in der EU wie auch in Österreich noch oft das "Lehrling-Meister-Modell" vor, während in den USA viel mehr Studenten in strukturierten Doktoratsprogrammen betreut werden.

Empfehlung der WIFO-Forscher: "Grundsätzlich können Universitäten die Praxis überdenken, überwiegend auf die Berufung etablierter Professoren und Professorinnen zu setzen; kosteneffektiver ist die Bereitstellung optimaler Bedingungen und attraktiver Karrierewege für junge, talentierte Forschende, da diese eine höhere 'Zahlungsbereitschaft' für förderliche Rahmenbedingungen aufweisen als etablierte Forschende."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-11 11:15:54
Letzte Änderung am 2018-10-11 11:25:22


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