• vom 03.01.2012, 18:01 Uhr

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Update: 03.01.2012, 18:08 Uhr

Uniko

Teils großes Gehaltsplus für Uni-Rektoren nur am Papier




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  • Rektoren-Chef Schmidinger: Liegt an unterschiedlichen Arten der Erhebung.
  • Wissenschaftsministerium verweist ebenfalls auf unterschiedliche Daten.

Differenzen im Vorfeld: "Die Sache vor die diversen Interessen stellen " will Heinrich Schmidinger, Präsident der Universitätenkonferenz (uniko),

Differenzen im Vorfeld: "Die Sache vor die diversen Interessen stellen " will Heinrich Schmidinger, Präsident der Universitätenkonferenz (uniko),© APAweb / Herbert Neubauer Differenzen im Vorfeld: "Die Sache vor die diversen Interessen stellen " will Heinrich Schmidinger, Präsident der Universitätenkonferenz (uniko),© APAweb / Herbert Neubauer

Wien. Die Kosten für die Uni-Rektorate sind laut Wissenschaftsministerium zwischen 2004 und 2010 bis auf das Dreifache gestiegen. Den Vorwurf von FPÖ und Boulevardmedien, dass die Rektoren höhere Gagen kassieren und gleichzeitig bei Lehrenden und Studenten sparen, weist die Universitätenkonferenz (uniko) gegenüber der APA aber vehement zurück. "Es stimmt nicht, dass die Uni-Rektoren so viel mehr auf die Hand bekommen, wie hier suggeriert wird", so uniko-Chef Heinrich Schmidinger. Das Gehaltsplus gibt es demnach nur am Papier wegen anderen Arten der Erhebung. Auch das Ministerium verweist auf die unterschiedlichen Daten, die Argumentation der uniko sei "stimmig".


Bis 2004 seien die meisten Rektorate nur nebenamtlich von Professoren besetzt und als Vizerektoren-Gehalt nur die entsprechenden Funktionszulagen ausgewiesen worden, erklärt Schmidinger. An der Uni Salzburg seien das etwa 1.333 Euro netto pro Monat gewesen. 2010 habe sich hingegen der Standpunkt durchgesetzt, dass man nicht halb Rektor sein kann. Dementsprechend seien die Professorengehälter zu der Funktionszulage addiert worden, "und dann kommen natürlich Steigerungen heraus". Abgesehen von den kollektivvertraglichen Anpassungen habe es aber keine Steigerungen gegeben.

Dass es an manchen Unis gar keine Steigerung gegeben habe und an anderen vergleichsweise große, liegt laut Schmidinger daran, dass manche Standorte schon 2004 nur vollamtliche Rektoren hatten, andere aber nicht. In den Zahlen von 2010 seien zudem auch Aufwendungen etwa für die Uni-Räte dabei. Laut Wissenschaftsministerium beinhalten die Daten von 2010 etwa auch Zahlungen an ehemalige Rektoren wie Abfindungen und umfassen damit nicht nur die aktuellen Rektorate und gehen über die Gehälter hinaus.

Dass Uni-Räte Boni an Rektoren vergeben können, verteidigt Schmidinger. "Man muss wirklich sehen, dass die Unis Betriebe sind. Gemessen an der Größe dieser Unternehmen, der Verantwortung der Rektoratsmitglieder und am Einsatz, den sie leisten müssen, sind das alles wirklich keine überzogenen Gehälter. Im Vergleich zur Industrie sind die Rektorate am unteren Rand dessen, was dort üblicherweise verdient wird." Es werde auch vieles ehrenamtlich geleistet, für seinen Vorsitz der Universitätenkonferenz (uniko) bekomme er etwa keinen Cent.




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Uniko, Heinrich Schmidinger

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Dokument erstellt am 2012-01-03 18:02:30
Letzte Änderung am 2012-01-03 18:08:54