• vom 16.06.2011, 17:58 Uhr

Ausbildung & Arbeitswelt

Update: 17.06.2011, 17:59 Uhr

Chefs müssen einiges beachten, wenn sie muslimische Mitarbeiter haben.

Integration findet am Arbeitsplatz statt




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Wien. (rb) Wenn es in einem Unternehmen Mitarbeiter islamischen Glaubens gibt, muss einiges berücksichtigt werden, um mögliche Stolpersteine zu vermeiden. So beten gläubige Moslems beispielsweise fünfmal täglich Richtung Mekka.

Um mit dieser und anderen Situationen besser umgehen zu können, haben die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV) und der Integrationsfonds eine Publikation mit dem Titel "Anregungen für den interkulturellen Dialog im Unternehmen - der Islam" veröffentlicht. In der Broschüre ist neben Fachbegriffen aus der islamischen Welt auch die Gesetzeslage für das Tragen von Schleiern oder Gebete während der Arbeitszeit zu finden.


Des weiteren geben die Verfasser der Publikation auch Anregungen, wie das Zusammenleben von Moslems und Andersgläubigen am Arbeitsplatz funktionieren kann.

Zugeständnisse nötig

Es wird etwa geraten, in der Kantine auf die Speisevorschriften der muslimischen Mitarbeiter Rücksicht zu nehmen und die Zutaten klar auszuweisen. Was die Feiertage betrifft, wird geraten, den Urlaubsanspruch dafür frühzeitig abzusprechen. Hierzulande besteht nämlich keine gesetzlicher Rechtsanspruch auf bezahlte Freistellung an muslimischen oder anderen religiösen Feiertagen. (Ausnahme: Der Karfreitag ist für die Protestanten frei.)

In der IV Niederösterreich ist man überzeugt davon, dass Integration in den Betrieben bei der täglichen Arbeit stattfindet. Wenn Integration auf betrieblicher Ebene gelinge, dann habe das auch positive Auswirkungen auf die Integration von Migranten in der Gesellschaft.

Die Broschüre ist unter www.integraionsfonds.at erhältlich.



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Dokument erstellt am 2011-06-16 17:58:25
Letzte Änderung am 2011-06-17 17:59:55


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