• vom 13.11.2013, 11:00 Uhr

Gesellschaft

Update: 13.11.2013, 12:14 Uhr

KAICIID

Bandion-Ortner: "Abdhullah-Zentrum ist nicht Saudi-Arabien"




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  • Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog versteht sich als Brückenbauer.
  • Einjähriges Bestehen

Wien. In den prunkvollen Räumen des Palais Sturany hat das König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien (KAICIID) anlässlich seines einjährigen Bestehens am Dienstag die Medienwelt zu einem Pressetermin geladen. Auch das Thema Menschenrechte kam dabei zur Sprache.

Information

König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID)


Geleitet wird das KAICIID von einem Board of Directors, das aus Vertretern der großen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus) und Kulturen besteht. Das Dialogzentrum erhält gleichwertige Unterstützung von den Regierungen von Saudi-Arabien, Spanien und Österreich, von denen jede im Council of Parties des Zentrums vertreten ist. Auch aus dem Vatikan erhält das Institut Unterstützung.

Vier regionale Konferenzen wurden im ersten Jahr in Wien, Addis Ababa, Neu Delhi und Buenos Aires von KAICIID organisiert. Allesamt mit dem Ziel, wie es die stellvertretende Generalsekretärin Claudia Bandion-Ortner formulierte, "Brücken zu bauen und den Dialog zwischen den Kulturen zu forcieren". Hierzu kommen am 18. und 19. November nach Angaben des Zentrums 500 Experten aus Politik und Religion aus 90 Länder nach Wien, um am Forum "Das Bild des Anderen" teilzunehmen.

Augenmerk auf Menschenrechte
Besonders an die Fahnen hat sich das Zentrum die Menschenrechte geheftet. "Wir sind dazu da, um die einzelnen Player an einen Tisch zu bringen, um Lösungen zu suchen", so Bandion-Ortner.

Angesprochen auf die weltweit kritisierte Menschenrechtslage in Saudi-Arabien, dessen König Namensgeber des Zentrums ist, meinte die ehemalige Justizministerin: "Das Zentrum nicht Saudi-Arabien". Sie habe in ihrer Funktion nicht die Aufgabe hätte, über einzelne Staaten zu richten. "Wir können nicht hergehen und einzelnen Staaten sagen, was sie zu tun haben. Was wir aber schon machen, ist, die verschiedenen Entscheidungsträger zusammenzubringen", so ihre Erklärung.

Dass gerade in Saudi-Arabien erst vor kurzem junge Männer, die mit nackten Oberkörper getanzt hatten, zu mehrjährigen Haftstrafen und Peitschenhieben verurteilt worden waren, findet Bandion-Ortner erschreckend. Sie meinte aber, dass dies eben Agenturmeldungen seien und sie als Juristin nicht über Akten urteilen könne, deren genauen Inhalt sie nicht kenne.

Für das zweite Jahr hat das Zentrum zwei Schwerpunkte gesetzt: Neben dem Thema Ausbildung möchte man sich intensiv um die Thematik der Medien kümmern.




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Dokument erstellt am 2013-11-12 17:54:19
Letzte Änderung am 2013-11-13 12:14:34


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