• vom 01.08.2018, 11:38 Uhr

Gesellschaft

Update: 01.08.2018, 12:34 Uhr

Bayern

"Ankerzentren" für Flüchtlinge gestartet




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Diese Einrichtungen sollen die Asylverfahren in Deutschland beschleunigen.

Die Ankerzentren sind Teil des Masterplans Migration.

Die Ankerzentren sind Teil des Masterplans Migration.© APAweb/dpa, Kay Nietfeld Die Ankerzentren sind Teil des Masterplans Migration.© APAweb/dpa, Kay Nietfeld

München. Im Bundesland Bayern arbeiten seit Mittwoch die ersten der umstrittenen deutschen Ankerzentren für Flüchtlinge. Die Einrichtungen sollen Asylverfahren und damit auch Abschiebung oder Rückführung derjenigen Migranten beschleunigen, die kein Bleiberecht haben.

Durch die Bündelung aller wichtigen Behörden bekomme man noch schneller Klarheit über den Ausgang des Asylverfahrens, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum Start.

Sieben Einrichtungen

Die Einrichtungen, in jedem der sieben bayerischen Regierungsbezirke eine, wurden allerdings nicht komplett neu errichtet. Vielmehr wurden bestehende Transitzentren oder Erstaufnahmeeinrichtungen entsprechend umgewidmet und umgewandelt.

Die Standorte sind Donauwörth, Zirndorf, Regensburg, Deggendorf, Schweinfurt, Bamberg und Manching. Etwa 1.000 bis 1.500 Flüchtlinge sollen dort jeweils untergebracht sein - wobei einige der Standorte Unterkunfts-Dependancen in anderen Städten haben.

Teil des "Masterplans Migration"

Die Ankerzentren sind ein Teil des "Masterplans Migration" des deutschen Innenministers Horst Seehofer (CSU). Das Wort "Anker" steht für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die Bundesagentur für Arbeit, Jugendämter, Justiz- und Ausländerbehörden sollen dort vertreten sein. Kurze Wege sollen die Verfahren beschleunigen.

Die Ankerzentren stehen im schwarz-roten Koalitionsvertrag, die Umsetzung liegt bei den Ländern. Während die meisten anderen Länder vorerst nicht mitmachen wollen, setzt Bayern den Plan um. Innenminister und CSU-Chef Seehofer will damit vor der Landtagswahl am 14. Oktober auch Handlungsfähigkeit demonstrieren.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-01 11:39:51
Letzte Änderung am 2018-08-01 12:34:55


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