• vom 03.01.2014, 16:07 Uhr

Politik & Recht

Update: 03.01.2014, 16:15 Uhr

Flüchtlinge

UNHCR fordert Abschiebestopp nach Bulgarien




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  • Lebensbedingungen für Asylwerber seien unzumutbar.

Sofia/Genf. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat die EU-Staaten aufgerufen, vorerst keine Asylbewerber mehr nach Bulgarien zurückzuschicken. Asylbewerber seien in dem EU-Land unwürdigen Bedingungen ausgesetzt. Trotz wiederholter Appelle würden die Behörden Asylsuchenden kaum Nahrungshilfen oder medizinische Betreuung gewähren, kritisierte das Flüchtlingshochkommissariat am Freitag in Genf.

Stattdessen seien diese Menschen der Gefahr willkürlicher Festnahmen ausgesetzt. Ihre Registrierung als Flüchtlinge werde ebenso erschwert wie rechtsstaatliche Asylverfahren. Andere EU-Staaten dürften daher auf Bulgarien nicht einfach die 2003 erlassene EU-Verordnung "Dublin II" anwenden. Danach müssen Asylsuchende zunächst in dem EU-Land bleiben, in das sie zuerst eingereist sind. Falls sie in ein anderes EU-Land kommen, können sie in den zuständigen Staat zurückgeschickt werden.


Wie viele Asylsuchende über Bulgarien in andere EU-Länder gekommen sind, teilte das UNHCR nicht mit. 2013 hätten rund 9.000 Menschen in Bulgarien um Asyl angesucht. Das seien neun Mal so viel wie im Jahr 2007, als das Land in die EU aufgenommen wurde.




Schlagwörter

Flüchtlinge, Abschiebung

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Dokument erstellt am 2014-01-03 16:09:22
Letzte Änderung am 2014-01-03 16:15:17


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