• vom 06.08.2014, 15:14 Uhr

Politik & Recht

Update: 06.08.2014, 15:38 Uhr

Asylquote

Tirol verspricht 200 zusätzliche Plätze




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  • Weitere 100 Plätze sollen bis Ende des Jahres geschaffen werden.

Bis Ende des Jahres sollen in Tirol 200 zusätzliche Plätze für Asylwerber geschaffen werden. Dies kündigte Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck im Anschluss an einen "Runden Tisch zur Unterbringung von Flüchtlingen" an. Die Hälfte davon soll noch innerhalb des nächsten Monates zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt Platz für 2.100 Asylwerber

Damit will das Land Tirol seine Quote bis Ende des Jahres erfüllt haben und zukünftig 2.000 anstatt wie bisher 1.800 Asylwerber betreuen. "A la longue wollen wir noch weitere 100 Plätze in Tirol schaffen, sodass wir dann insgesamt 2.100 Asylwerber in Tirol unterbringen können", erklärte Baur.


Das Heim am Hofgarten in Innsbruck, das Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) zuletzt ins Spiel gebracht hatte, sei indes nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet, meinte die Soziallandesrätin. "Wir haben uns das Haus angeschaut. Es war aber seit zwei Jahren nicht mehr in Betrieb und es jetzt zu adaptieren würde sich finanziell nicht ausgehen", fügte sie hinzu.

70 der 100 Plätze, die noch innerhalb des nächsten Monats geschaffen werden, will die Caritas zur Verfügung stellen, sagte Georg Schärmer, Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck. Außerdem werde sich die Caritas bemühen, noch weitere Unterbringungsplätze einzurichten. "Unsere Botschaft ist, dass wir bereit sind Menschen aufzunehmen", betonte Schärmer. Harsche Kritik des Direktors ernteten hingegen einige Politiker. "Das Thema Asyl ist nicht geeignet, um damit billige und populistische Politik zu machen", empörte er sich.




Schlagwörter

Asylquote, Asylwerber, Asyl, Tirol

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Dokument erstellt am 2014-08-06 15:18:50
Letzte Änderung am 2014-08-06 15:38:51



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